Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ein Abkommen über Inspektionen nicht verlängert
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Die Flagge der Internationalen Atomenergie-Organisation, IAEA, weht am Eingang des Vienna International Center. Foto: Lisa Leutner/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Lisa Leutner

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Iran verlängert ein Abkommen mit der IAEA nicht.
  • Grossi fordere daher eine «sofortige Antwort» aus Teheran.
  • Schon im Februar kam es wegen Inspektionen zu Konflikten.

Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ein Abkommen über Inspektionen nicht verlängert. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi schaltete deshalb am Freitag in Wien den Gouverneursrat seiner Organisation ein.

Er informierte das Führungsgremium, dass Teheran seit mehr als einer Woche nicht auf seine Fragen zur Zukunft der Überwachung des iranischen Atomprogrammes reagiert habe. Die Übereinkunft lief am Donnerstag aus.

«Der Generaldirektor betont, dass die Fortsetzung der notwendigen Überprüfung und Überwachung im Iran von entscheidender Bedeutung ist», sagte IAEA-Sprecher Fredrik Dahl.

Grossi fordere daher eine «sofortige Antwort» aus Teheran.

Iran schränkte Inspektionen ein

Der Iran hatte im Februar die Inspektionen der IAEA eingeschränkt. Grossi handelte jedoch eine Übergangslösung aus, wonach Daten von Überwachungsgeräten weiterhin gesammelt werden, aber erst ausgelesen werden dürfen, wenn der Iran sich mit den USA auf die Wiederherstellung des Atomabkommens einigt. Falls die Übereinkunft nicht doch noch verlängert wird, droht die Löschung der Daten.

Teheran hatte das Inspektionsthema als indirektes Druckmittel in den Wiener Verhandlungen über die Rettung des Atomabkommens von 2015 aufgebaut. Ein hochrangiger Vertreter des US-Aussenministeriums warnte am Donnerstag, dass die Unterbrechung der Inspektionen eine Wiederherstellung des Abkommens sehr erschweren würde. Bei den Verhandlungen geht es um die Aufhebung von US-Sanktionen und das Zurückfahren des iranischen Atomprogramms.

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