Huthi

    Huthi-Rebellen stimmen UN-Plan für maroden Öl-Tanker vor Jemens Küste zu

    Die Huthi-Rebellen im Jemen haben mit der UNO eine Vereinbarung zum Umgang mit einem verlassenen Öl-Tanker im Roten Meer geschlossen.

    Der maroden Öl-Tanker «FSO Safer» im Jahr 2020
    Der maroden Öl-Tanker «FSO Safer» im Jahr 2020 - Satellite image ©2020 Maxar Technologies/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Öl soll von verlassenem Schiff abgepumpt werden.

    Am Wochenende sei eine entsprechende «Absichtserklärung» unterzeichnet worden, um eine verheerende Ölpest zu verhindern, teilte die UNO am Montag mit. Der von den Vereinten Nationen koordinierte Plan sieht unter anderem vor, die 1,1 Millionen Barrel Öl an Bord des 45 Jahren alten Tankers «FSO Safer» abzupumpen und mit einem anderen Schiff abzutransportieren.

    Die «FSO Safer» liegt seit 2015 rund sechs Kilometer vor der Küste der Hafenstadt Hodeida vor Anker. Die UNO und Umweltschützer warnen vor den Folgen eines möglichen Ölaustritts für die Ökosysteme, die örtliche Fischerei-Industrie und den Betrieb des wichtigen Hafens in Hodeida, über den ein Grossteil der Hilfsgüter in das Krisenland gebracht wird.

    Der Zustand des verrosteten Schiffes hatte sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Unter anderem wurden wichtige Arbeiten zur Reduzierung der explosiven Gase in den Lagertanks vernachlässigt. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnte davor, dass das Schiff «jeden Moment explodieren» könnte.

    Durch das geplante Abpumpen des Öls werde die «unmittelbare Bedrohung» beseitigt, sagte der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe im Jemen, David Gressly. Es sei zudem eine «langfristige Lösung» vorgesehen, fügte er hinzu, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Finanzierung der Vorhaben sei aber noch nicht gesichert. Der ranghohe Huthi-Vertreter Mohammed Ali al-Huthi hatte am Sonntag erklärt, er hoffe, dass durch die Arbeiten «eine Katastrophe vermieden werden kann».

    Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen. In dem Konflikt wurden nach UN-Angaben bereits rund 380.000 Menschen getötet, Millionen weitere mussten flüchten. Die UNO stuft den Krieg und seine Folgen als weltweit schlimmste humanitäre Krise ein.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Bob Dylan Handyverbot
    55 Interaktionen
    Bob Dylan
    a
    1'202 Interaktionen
    Nach Gen-Z-Demos

    MEHR IN NEWS

    1 Interaktionen
    Zürich
    zürich
    6 Interaktionen
    Im Zürcher Kreis 4
    generation z
    7 Interaktionen
    Polizei im Einsatz
    Hacker
    Lausanne

    MEHR HUTHI

    4 Interaktionen
    Kairo
    Huthi-Rebellen halten ihre Waffen in die Höhe.
    1 Interaktionen
    Sanaa
    Huthi Jemen Rakete
    4 Interaktionen
    Riad
    Sanaa
    Sanaa

    MEHR AUS VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

    strasse von hormus
    3 Interaktionen
    Hormus/London
    flydubai
    3 Interaktionen
    Dubai
    Strasse von Hormus
    7 Interaktionen
    Bericht
    ferien
    117 Interaktionen
    Nach Robo-Taxi-Fahrt