US-Aussenminister Marco Rubio fordert Waffenruhe im Sudan

    US-Aussenminister Rubio fordert in einem Telefonat mit den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Waffenruhe im Sudan.

    marco rubio
    Marco Rubio - keystone

    US-Aussenminister Marco Rubio hat in einem Telefonat mit seinem Amtskollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Abdallah bin Sajed Al Nahjan, eine Waffenruhe im Sudan gefordert. Rubio habe in dem Telefonat am Freitag «betont, wie wichtig es sei, eine humanitäre Waffenruhe im Sudan zu erreichen», hiess es in einer Erklärung des US-Aussenministeriums.

    Den Vereinigten Arabischen Emiraten wird regelmässig vorgeworfen, die RSF-Miliz zu unterstützen, die für Gräueltaten im Sudan verantwortlich gemacht wird.

    Die beiden Politiker diskutierten auch über die Umsetzung des Waffenruhe-Abkommens von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen, erklärte das Ministerium weiter. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eines der wenigen Länder, die Beziehungen zu Israel unterhalten, das ein enger Verbündeter der USA ist.

    Massenhinrichtungen im Sudan

    Im Sudan, dem drittgrössten Land Afrikas, liefern sich seit April 2023 die Armee von Militärherrscher Fattah al-Burhan und die paramilitärische Gruppe der Rapid Support Forces (RSF) einen blutigen Machtkampf. Nach 18-monatiger Belagerung übernahm die RSF Ende Oktober die Kontrolle über die Stadt Al-Faschir – die letzte grosse Stadt in der Region Darfur, die noch nicht von der Miliz kontrolliert wurde. Berichten zufolge kam es in der Stadt zu zahlreichen Gräueltaten, etwa Massenhinrichtungen von Zivilisten.

    NGOs, aber auch die sudanesische Armee werfen Abu Dhabi vor, die RSF finanziell und mit Söldnern zu unterstützen. Abu Dhabi bestreitet dies.

    NGO: USA könnten Wende herbeiführen

    Am Rande eines Treffens der G7-Staaten in Kanada am Mittwoch hatte der US-Aussenminister bereits dazu aufgerufen, die Waffenlieferungen an die Miliz einzustellen. Er wisse, welche Länder die RSF mit Waffen versorgen, und werde seine Bedenken äussern, erklärte Rubio – ohne jedoch die Vereinigten Arabischen Emirate zu nennen.

    «Wenn die USA ihre deutlichen Worte in Taten umsetzen, und ihr ganzes Gewicht in die Waagschale werfen, um die Kämpfe zu beenden, könnte dies wirklich eine Wende herbeiführen», hiess es in einem Bericht der International Crisis Group am Freitag mit Blick auf die Lage im Sudan.

    Kommentare

    User #4200 (nicht angemeldet)

    Es ist eine Anmassung, dass sich Europäer und Amerikaner im Sudan einmischen wollen. Der Sudan ist Unabhängiges und ein freies Land, dass seine Probleme selber lösen muss

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