Bizarre Epstein-Mail lassen Oralverkehr-Gerüchte um Trump aufkommen
Bei den veröffentlichten Epstein-Mails gibt es zahlreiche Anspielungen auf Trump. Der Druck auf den US-Präsidenten, alle Akten zu veröffentlichen, wächst.

Das Wichtigste in Kürze
- Zehntausende E-Mails von Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wurden veröffentlicht.
- Eine Mail von Jeffrey an seinen Bruder ist besonders bizarr.
- Trump soll einem gewissen «Bubba» einen Blowjob gegeben haben.
- Der Druck auf Trump wächst, alle Epstein-Files zu veröffentlichen.
In den USA wurden am Mittwoch zehntausende E-Mails des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Diese Korrespondenz, die sich an Familienmitglieder, Freunde und mutmassliche Komplizen richtet, enthält auch mehrere Erwähnungen des aktuellen US-Präsidenten Donald Trump.
Die Enthüllungen stammen aus einem riesigen Datensatz von 20'000 Dokumenten – darunter Screenshots, Mails und SMS – die veröffentlicht wurden.
Die Inhalte dieser Nachrichten sind oft wirr und ohne klaren Kontext. Epstein äussert sich mal beleidigend über Trump oder macht kryptische Bemerkungen über ihn.
E-Mail: «Fotos von Trump, wie er Bubba einen bläst»
Eine besonders merkwürdige Konversation fand im März 2018 zwischen Epstein und seinem Bruder Mark statt, wie unter anderem «Newsweek» berichtet.
In dieser E-Mail-Kette fragt Mark Epstein seinen Bruder folgendes: Ob der damalige Trump-Berater Steve Bannon wisse, ob Putin Fotos von Trump habe, «wie er Bubba einen bläst».
«Bubba» ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für «Bruder» in den USA. Und es soll auch der Spitzname des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton gewesen sein. Jeffrey's Bruder Mark Epstein hat aber gegenüber «Newsweek» klargestellt, dass sich die Aussage nicht auf Clinton beziehe. Er gab aber keine weiteren Details über die Identität von «Bubba» oder die Bedeutung der E-Mails preis.
Die genaue Bedeutung des Satzes bleibt unklar und hat zu wilden Spekulationen in den sozialen Medien geführt.
Trumps Reaktion auf die Enthüllungen
Nur zwei Tage nach dem E-Mail-Leak kündigte Trump an: Das Justizministerium und das FBI sollen Verbindungen zwischen Epstein und dem Ex-Präsidenten Bill Clinton untersuchen. Auch Clinton kannte den Sexualstraftäter gut, dieser war einige Male im Weissen Haus zu Besuch.
Nach der Veröffentlichung meldete sich der US-Präsident selbst über «Truth Social». Die Demokraten würden den «Epstein-Schwindel» wieder zur Sprache bringen, um von ihrem eigenen Versagen abzulenken.
Trotz Distanzierungen von Epstein seitens Trump bleibt die Frage offen, warum nicht alle «Epstein-Files» veröffentlicht werden.
Trump sieht sich zunehmendem Druck ausgesetzt, alle Akten zur Affäre um den Sexualstraftäter Epstein offenzulegen. Das war eines seiner Wahlversprechen gewesen, doch seit seinem Amtsantritt im Januar tat sich nichts.
In der nächsten Woche ist eine Abstimmung im Repräsentantenhaus zu den Akten geplant, der genaue Tag ist noch unklar. Einige Republikaner, also Vertreter der Partei Trumps, und die Demokraten haben die Abstimmung forciert.

















