«Hilflos»: Touris stecken in Katar auf Kreuzfahrtschiff fest

Der Krieg im Nahen Osten hat direkte Folgen für Reisende: In Dubai und der Golfregion sitzen Touristen fest. Das Wichtigste liest du im Nau.ch-Ticker.

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Der Flughafen in Dubai wurde angegriffen. - X /@GlobeEyeNews

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen der Angriffe sind grosse Teile des Luftraums in Nahost gesperrt, Reisende stranden.
  • Die Emirate übernehmen Hotel- und Verpflegungskosten für betroffene Passagiere.
  • Das EDA meldet keine verletzten Schweizer, warnt aber vor anhaltenden Einschränkungen.

Die Eskalation im Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA trifft auch die zivile Luftfahrt: In Dubai sitzen tausende Reisende fest, nachdem der Luftraum in weiten Teilen der Golfregion gesperrt wurde. Auch Kreuzfahrten sind betroffen.

Warst du schon in Dubai?

Bei iranischen Vergeltungsangriffen wurden am Flughafen Dubai sowie in der Nähe des Luxushotels Burj Al Arab Schäden gemeldet. Der Flugbetrieb musste zeitweise eingestellt werden.

Mehrere Airlines setzten ihre Verbindungen aus, auch Crews und Passagiere – darunter Schweizer Reisende – strandeten vor Ort.

Die Vereinigten Arabischen Emirate kündigten an, für betroffene Touristen Unterkunft und Verpflegung zu übernehmen, bis eine Weiterreise wieder möglich ist.

Dubai Iran Krieg
Dubai wurde zum Ziel iranischer Raketen. - keystone

Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden:

Touristen stecken in Katar auf Kreuzfahrtschiff fest

09.00: Rund 5000 mehrheitlich deutsche Touristinnen und Touristen stecken in Katar auf zwei Kreuzfahrtschiffen fest. Das berichtet «Focus».

Grund dafür sind iranische Drohnenangriffe auf Abu Dhabi und Einschläge nahe der Kreuzfahrtschiffe. Die Lage an Bord sei angespannt, berichtet eine Touristin vor Ort.

Kreuzfahrtschiff
Auf diesem Kreuzfahrtschiff stecken in der Golfregion aktuell tausende Passagiere fest. - E-Hoi

«Gestern Abend wurden viele Drohnen abgewehrt. Viele hatten und haben Angst.» Die Situation sei einschüchternd, viele Passagiere fühlten sich «hilflos» und «allein gelassen».

Aktuell gelten an Bord strikte Regeln. Die Passagiere dürfen die Kreuzfahrtschiffe nicht verlassen. Zudem sei es den Reisenden untersagt, ihre privaten Balkons zu nutzen.

Gegenüber «Focus» fasst eine Passagierin zusammen: «Es ist wie ein Gefängnis.»

Neue Explosionen in Dubai

06.52: Ein CNN-Reporter melden neue Explosionen in Dubai, Abu Dhabi und Doha. In Dubai sollen zudem Jets zu hören gewesen sein.

Derweil heulen in Bahrain die Sirenen. Die Menschen werden angewiesen, sich in Sicherheit zu begeben und Ruhe zu bewahren.

Hotelgäste in Dubai übernachten in Garage

06.00: Die Gäste eines benachbarten Hotels des getroffenen Fairmont in Dubai müssen nach den iranischen Raketenangriffen in der Tiefgarage ausharren.

Ein deutscher Tourist berichtet gegenüber «Nonstop News» von dramatischen Stunden am Samstag. Es seien Detonationen von Abwehrraketen zu hören gewesen, schliesslich gab es eine Erschütterung, wohl durch einen Einschlag oder einen Trümmerfall.

Dubai
Das Hotel Fairmont in Dubai wurde am Samstag getroffen, vier Menschen erlitten Verletzungen. - keystone

Etwa 50 Gäste seien in der Folge in die Tiefgarage gebracht worden, die nun als Schutzraum genutzt werde. «Wir haben die Sonnenliegen von draussen nach innen geholt, um hier schlafen zu können», zitiert «Nonstop News» den Touristen. Es herrsche Ungewissheit.

EDA: Keine Kenntnis von verletzten Schweizern

05.30: Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat am Sonntagnachmittag bekanntgegeben, dass es bislang keine Kenntnis habe von verletzten oder getöteten Schweizer Staatsangehörigen.

Es bestätigt jedoch, dass mehrere Personen wegen der Einschränkungen im Flugverkehr nicht ausreisen können.

Dubai Iran Krieg
Der Flughafen von Dubai steht nach den iranischen Raketenangriffen still. - keystone

Über die Helpline seien bereits mehr als 300 Anfragen eingegangen, die Kapazitäten wurden aufgestockt. Das Ministerium habe dessen Kapazitäten deshalb aufgestockt.

Sie stünden ausserdem in Kontakt mit denjenigen Schweizerinnen und Schweizern, die aufgrund von Einschränkungen im Luftverkehr die Region nicht verlassen können. Diese würden «im Rahmen der Möglichkeiten» unterstützt.

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Das bekannte Hotel Burj Al Arab wurde von einer Drohne getroffen. - X /@rawsalert

Organisierte Evakuierungen sind derzeit nicht vorgesehen; Betroffene sollen verfügbare kommerzielle Verbindungen nutzen und den Anweisungen der lokalen Behörden folgen. Die Schweiz ruft alle Konfliktparteien zur Zurückhaltung und zur Deeskalation auf.

Nach Einschätzung des Touring Club Schweiz könnten weltweit rund 1500 Schweizerinnen und Schweizer von den Reiseunterbrüchen betroffen sein. Gleichzeitig verlängerte die Fluggesellschaft Swiss ihre Aussetzung der Flüge nach Dubai und Tel Aviv, während zahlreiche Airlines die Region weiterhin meiden.

Kommentare

User #3128 (nicht angemeldet)

Luxy, solche Aussagen machen fassungslos. Denn sie tragen dazu bei, ein Klima zu schaffen, in dem Ausgrenzung und Unrecht stillschweigend geduldet werden. Gewalt ist in keiner Form zu rechtfertigen, und selbstverständlich müssen die tatsächlichen Täter konsequent zur Verantwortung gezogen werden. Ebenso unerlässlich ist es jedoch, keine unbescholtenen Menschen allein aufgrund ihres Aussehens oder einer zugeschriebenen Herkunft unter Generalverdacht zu stellen. Kollektive Schuldzuweisungen widersprechen rechtsstaatlichen Prinzipien und gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die entscheidende Frage bleibt: Was antworten wir eines Tages, wenn man uns fragt, warum wir geschwiegen haben, als unschuldige Menschen zu Sündenböcken gemacht wurden?

User #2056 (nicht angemeldet)

Trump hat schon vieles versprochen und nicht gehalten, zum Bespiel, das er die Ukraine innert 24 Stunden den Frieden bringt und jetzt sagt er, innert vier Wochen ist der Iran besiegt?

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