Hebron Beobachter des Weltkirchenrat wird wegen Sicherheit abgezogen

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    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte entschieden, das Mandat der TIPH nicht zu verlängern. Nun zieht der Weltkirchenrat seinen Beobachter ab.

    Ein Mann läuft vor dem Hauptgebäude der TIPH.
    Ein Mann läuft vor dem Hauptgebäude der internationalen Beobachtermission in Hebron (TIPH). - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fünf «Ökumenische Begleiter» werden laut dem Weltkirchenrat aus Hebron abgezogen.
    • Das Programm habe «diese Woche einen kritischen Punkt erreicht», so eine Sprecherin.

    Der Weltkirchenrat zieht wegen Sicherheitsbedenken seine Beobachter aus der Stadt Hebron im besetzten Westjordanland ab. Es handele sich dabei um fünf «Ökumenische Begleiter», sagte eine Sprecherin des weltweiten Zusammenschlusses von Kirchen heute Mittwoch. Das Programm habe «diese Woche einen kritischen Punkt erreicht wegen mutmasslicher Belästigung durch Siedler und israelische Soldaten», teilte die Organisation mit. Die «Ökumenischen Begleiter» dienten demnach als Beobachter und Zeugen.

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Montag entschieden, das Mandat der internationalen Beobachtermission in Hebron (TIPH) nicht zu verlängern. «Wir werden den weiteren Einsatz einer internationalen Kraft, die gegen uns agiert, nicht erlauben», sagte er nach Angaben seines Büros. Nach einem Bericht der israelischen Zeitung «Haaretz» läuft das Mandat am 31. Januar aus.

    Angespannte Beziehungen

    In der geteilten Stadt Hebron leben inmitten von rund 200'000 Palästinensern mehrere hundert jüdische Siedler, die umfassend von der israelischen Armee geschützt werden. Die Beziehungen zwischen beiden Seiten gelten als äusserst angespannt. Die TIPH-Mission ist nach eigenen Angaben in ihrer jetzigen Form seit 1997 in Hebron aktiv gewesen. Die unbewaffneten Beobachter sollten zu einem «normalen Leben» zwischen palästinensischen Einwohnern und israelischen Siedlern beitragen.

    Die «Ökumenischen Begleiter» «werden aktuell davon abgehalten, ihre Rolle als friedliche Schutzpräsenz für die Bewohner Hebrons zu erfüllen», sagte Generalsekretär Pfarrer Olav Fykse Tveit. Das Programm gibt es nach Angaben des Weltkirchenrats auf Wunsch von palästinensischen Kirchenvertretern in der Region.

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