UN-Generalsekretär António Guterres hat sich im Streit um eine Mission der Internationalen Atomenergiebehörde zum umkämpften Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine geäussert.
ARCHIV - IAEO-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi spricht bei einer Pressekonferenz im März über die Situation im Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine. Foto: Lisa Leutner/AP/dpa
ARCHIV - IAEO-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi spricht bei einer Pressekonferenz im März über die Situation im Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine. Foto: Lisa Leutner/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Lisa Leutner

«Das UN-Sekretariat ist bereit, jegliche IAEA-Mission aus Kiew zu dem Kraftwerk zu unterstützen», schrieb Guterres in einem Tweet am Mittwochabend (Ortszeit). Guterres bekräftigte seine Sorge wegen der anhaltenden Kämpfe im Gebiet des Kraftwerks. «Jede weitere Eskalation der Situation könnte zu Selbstzerstörung führen.»

Russland hatte das grösste europäische AKW im Süden der Ukraine Anfang März, wenige Tage nach dem Überfall auf das Nachbarland, unter seine Kontrolle gebracht. Kämpfe im Gebiet verstärken die Sorge vor einer nuklearen Katastrophe.

Eine von allen Seiten des Konflikts im Prinzip unterstützter Kraftwerksbesuch von IAEA-Experten scheitert bislang an der Frage, ob das Team über russisch kontrolliertes Territorium oder - was völkerrechtlich korrekt wäre - ukrainisches Gebiet anreist. Das russische Aussenministerium hat wiederholt den Vorwurf erhoben, dass eine Einigung durch Einspruch der UN-Führung verhindert werde.