In Kenia wurden drei Polizisten wegen des Mordes an einem Menschenrechtsanwalts verurteilt. Die Tat hatte grosse Wut ausgelöst.
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Polizisten auf dem Campingplatz bei Maquoketa im US-Bundesstaat Iowa. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Drei kenianische Polizisten wurden wegen Dreifach-Mordes verurteilt.
  • Sie haben einen Anwalt, dessen Klienten und Fahrer getötet.
  • Ihnen droht nun die Todesstrafe.

Ein Gericht in Kenia hat drei Polizisten sowie einen Informanten des Mordes an dem Menschenrechtsanwalt Willie Kimani für schuldig befunden. Die Richterin verurteilte die vier auch wegen Mordes an einem Mandanten Kimanis und seinem Fahrer.

Das Strafmass soll am 3. September verkündet werden, teilte die Rechtshilfegruppe International Justice Mission, für die Kimani arbeitete, mit. Den Verurteilten droht die Todesstrafe.

Kenia: Vorwürfe von Killerkommandos in der Polizei

Die verstümmelten Leichen des Anwalts, seines Mandanten und seines Fahrers waren im Juni 2016 in Säcken eingewickelt in einem Fluss ausserhalb Nairobis gefunden worden. Kimani hatte einen Motorradtaxifahrer verteidigt. Dieser hatte einem Polizisten vorgeworfen, bei einer Verkehrskontrolle im Jahr 2015 ohne Grund auf ihn geschossen zu haben. Der Beamte war einer der Polizisten, die am Freitag für schuldig befunden wurden.

Der Mord an den drei Männern hatte in Kenia grosse Wut ausgelöst. Der dortigen Polizei wird der Einsatz von Killerkommandos vorgeworfen, die Jagd unter anderem auf Anwälte und Aktivisten machen, die polizeiliches Fehlverhalten anprangern.

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