Bei Nawalnys Team wurden Daten mit Angaben von Sympathisanten gestohlen. Deswegen sollen nun Mitarbeiter der U-Bahn in Moskau kündigen.
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Alexej Nawalny sitzt derzeit im Straflager. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In Moskau droht mehreren Beschäftigten der U-Bahn in Moskau die Entlassung.
  • Dies nach dem Diebstahl von Daten Dutzender Nawalny-Unterstützer.
  • Bei Nawalnys Team wurde Daten mit Angaben von Sympathisanten gestohlen.

Nach dem Diebstahl von Daten Dutzender Unterstützer des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny droht mehreren Beschäftigten der U-Bahn in Moskau die Entlassung. Der unabhängige russische Internetsender Doschd berichtete am Freitag, 33 Beschäftigte hätten bestätigt, dass sie von den Verantwortlichen der Moskauer Metro zur Kündigung aufgefordert worden seien.

Vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass bei Nawalnys Team Daten mit Angaben von Sympathisanten gestohlen wurden. Der Stab hatte dazu aufgerufen, sich online für Demonstrationen zu registrieren. Der Nawalny-Vertraute Leonid Wolkow machte einen ehemaligen Mitarbeiter für den Diebstahl verantwortlich. Medienberichten zufolge sollen auch 150 Beschäftigte der Metro betroffen sein. Offizielle Gründe für die Kündigungen seien nicht genannt worden, berichtete Doschd.

Nawalnys Sprecherin Kira Jarmysch schrieb bei Twitter: «Metro-Mitarbeiter zu feuern, weil sie Nawalny unterstützen, ist Repression in ihrer reinsten Form, wie aus den Geschichtsbüchern.» Nawalny, der im vergangenen Jahr nur knapp einen Giftanschlag überlebt hatte, sitzt nach einer Verurteilung zu mehrjähriger Haft in einem Straflager. Einen Hungerstreik hat er auf Anraten seiner Ärzte beendet. Der 44-Jährige klagt über schwere gesundheitliche Probleme.

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