Weil sich bei einer Auktion von dutzenden Besitztümern des verstorbenen argentinischen Fussballidols Diego Maradona kaum Käufer fanden, wird die Online-Versteigerung nun verlängert.
Restposten: Haus von Maradona
Restposten: Haus von Maradona - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Haus und Autos finden bislang keine Käufer.

Potenzielle Bieter hätten zehn Tage mehr Zeit, um die verbliebenen Memorabilien zu ersteigern, erklärte das Auktionshaus Adrián Mercado am Montag. Eigentlich hatte die Auktion am Sonntagabend geendet, doch insbesondere die grössten Posten erwiesen sich als Ladenhüter.

Für die Auktion hatten sich laut Organisatoren mehr als 1500 Bieter aus der ganzen Welt angemeldet. Insgesamt kamen bei der dreistündigen Versteigerung nach AFP-Berechnungen jedoch nur rund 26.000 Dollar (23.000 Euro) zusammen. Posten im Schätzwert von rund 1,4 Millionen Dollar wurden nicht versteigert. Ein Haus, das Maradona für seine Eltern gekauft hatte, blieb bislang ebenso ohne Käufer wie zwei BMWs und ein Apartment am Meer.

Das höchste Gebot erzielte mit 2150 Dollar das Gemälde «Zwischen Fiorito und dem Himmel», das die Künstlerin Lu Sedova von Maradona gemalt hatte. An zweiter Stelle folgte ein Foto des Fussballers mit dem früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro, das für 1600 Dollar an einen Bieter aus Dubai ging. Immerhin 270 Dollar war einem Bieter aus Deutschland eine Trainingshose wert, die Maradona in seiner Zeit bei Borussia Dortmund getragen hatte.

Die Versteigerung war von der argentinischen Justiz angeordnet worden, um Schulden Maradonas zu begleichen.

Maradona gilt als einer der besten Fussballer aller Zeiten. Das Leben des Weltmeisters von 1986 war nach seiner aktiven Karriere von Drogen- und Alkoholsucht geprägt. Am 25. November 2020 starb er im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt.

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