DR Kongo: Terrormiliz soll 20 Menschen verschleppt haben

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sollen mutmassliche Kämpfer der islamistischen Miliz ADF 20 Menschen verschleppt haben. Bei einem Überfall von ADF Rebellen auf eine Fahrzeugkolonne von Händlern wurden am Mittwoch in der Provinz Ituri nach Angaben eines Militärsprechers zunächst 80 Menschen entführt. Das Militär habe später gemeinsam mit Sicherheitskräften der UN-Friedensmission Monusco 60 Personen befreien können, sagte Lieutenant Jules Ngongo am späten Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Das Militär befinde sich auf der Suche nach den Vermissten, sagte Ngongo.

Mitglieder der Codeca-Miliz
Mitglieder der Codeca-Miliz - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Regierung hat die ADF als Ableger der Miliz Islamischer Staat (IS) als globale Terrororganisation eingestuft.

Die Rebellen verüben regelmässig Anschläge in den östlichen Provinzen Nord-Kivu und Ituri und sollen laut den Vereinten Nationen unter der Führung von Seka Musa Baluku im Vorjahr bei Angriffen 850 Zivilisten getötet haben. Im Mai hatte deshalb die Regierung in den beiden Provinzen den sogenannten Belagerungszustand ausgerufen und eine Militärverwaltung eingesetzt. Im Osten Kongos sind mehrere Milizen aktiv, denen es meist um die Kontrolle wertvoller Bodenschätze wie Kupfer, Kobalt, Gold und Diamanten geht.

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