Fall Fabian (†8): Ex-Stiefmutter (29) wegen Mordes angeklagt
Die Staatsanwaltschaft im norddeutschen Rostock hat ihre Ermittlungen abgeschlossen. Die Stiefmutter von Fabian wurde verhaftet und sitzt in Unteruchungshaft.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Tatverdächtige wurde verhaftet.
- Die Frau soll den Leichnam angezündet haben, um Spuren zu verwischen.
- Der achtjährige Fabian verschwand im letzten Oktober.
- Seine Leiche wurde vier Tage später gefunden.
Neuer Verdacht im Fall Fabian: Die tatverdächtige Stiefmutter soll das achtjährige Kind aus dem Haus gelockt und mit mindestens sechs Messestichen getötet habe. Das teilten die Rostocker Staatsanwaltschaft und die Polizei mit.
Um die Spuren der Tat zu beseitigen, soll die Frau den Leichnam später mittels Brandbeschleuniger angezündet haben.
Sie sitzt in U-Haft
Die Frau war am 6. November unter dringendem Mordverdacht in einem Dorf in der Nähe von Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) verhaftet worden und sitzt seit dem 7. November in Untersuchungshaft.
Ihr Auto wurde sichergestellt. Nach früherer Aussage ihres Anwalts stritt seine Mandantin die Tat als Zeugin ab. Als Beschuldigte äusserte sie sich nicht zur Sache. Eine Haftbeschwerde blieb erfolglos.
Fabian wurde im letzten Oktober getötet
Der aus Güstrow stammende achtjährige Fabian verschwand am 10. Oktober 2025. Seine Leiche wurde vier Tage später südlich der kleinen Stadt gefunden. Der Fall hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt. In Güstrow selbst wurden Trauergottesdienste mit grosser Beteiligung der Bevölkerung abgehalten.
Seine Mutter hatte den Grundschüler am Tag des Verschwindens bei der Polizei als vermisst gemeldet. Ihr Sohn sei nicht zur Schule gegangen, weil er sich unwohl gefühlt habe. Als die Mutter nach der Arbeit heim kam, war Fabian weg. Daraufhin startete eine grossangelegte Suche.
Schliesslich wurde der Leichnam des Kindes am 14. Oktober entdeckt. Der tote Junge lag rund 15 Kilometer südlich von Güstrow an einem Tümpel bei Klein Upahl. Die Obduktion ergab, dass Fabian Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.












