Hongkong

    Demonstranten in Hongkong schlagen zwei Polizisten in Zivil blutig

    AFP
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    Hong Kong,

    Bei gewalttätigen Zusammenstössen während einer Protestkundgebung der Hongkonger Demokratiebewegung haben Demonstranten zwei Polizeibeamte blutig geschlagen.

    Verletzter Polizeibeamter
    Verletzter Polizeibeamter - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Polizei löst genehmigte Kundgebung der Demokratiebewegung auf.

    Die Gewalt brach aus, als die Polizei am Sonntag begann, eine genehmigte Kundgebung aufzulösen. Sie begründete dies damit, dass Beamte bei der Überprüfung und Durchsuchung von Menschen auf umliegenden Strassen mit Flaschen und Farbe beworfen worden seien.

    Einige Polizisten in Zivil, die mit den Organisatoren der Demonstration sprachen, wurden daraufhin von maskierten Demonstranten umzingelt und mit Schirmen und Stöcken geschlagen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Er sah zwei Beamte mit blutenden Kopfwunden, die von Kollegen vor weiteren Angriffen beschützt wurden. «Solch entsetzliche Taten dürfen nicht geduldet werden», erklärte die Hongkonger Polizei auf Facebook.

    Auf im Internet veröffentlichten Videos war zu sehen, wie die Organisatoren die Zivilbeamten nach ihren Dienstausweisen fragten und diese sich weigerten, sie zu zeigen. Kurz nach der Attacke auf die Zivilbeamten setzte die Polizei den Aufnahmen zufolge Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Es folgten Verfolgungsjagden und die Festnahme mehrerer Demonstranten. Einer von ihnen blutete am Hinterkopf.

    Für die Kundgebung vom Sonntag hatten sich tausende Menschen in Hongkongs zentralem Geschäftsviertel versammelt. Die zumeist schwarz gekleideten Demonstranten riefen Parolen wie «Steht Hongkong bei, kämpft für die Freiheit». Auch viele Familien mit Kindern nahmen teil.

    Die Massenproteste gegen die pekingtreue Regierung in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong dauern bereits seit sieben Monaten an. Die Kundgebungen sind immer wieder von Gewalt zwischen Polizisten und Demonstranten überschattet.

    Kritiker werfen der Polizei exzessive Anwendung von Gewalt gegen die Demonstranten vor. Bislang wurde kein Beamter wegen seines Verhaltens gegen die Demokratie-Aktivisten bestraft. Die Polizei hält dem entgegen, die Beamten reagierten lediglich auf die Gewalt einiger Demonstranten, die Polizisten routinemässig mit Ziegelsteinen und Brandbomben bewürfen.

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