Coronavirus: Präparat aus Kuba ist heiss begehrt

Redaktion
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Cuba,

Das Präparat Interferon alfa-2b ist momentan heiss begehrt. In Kuba hergestellt, wurde es von China gegen das Coronavirus verwendet. Die Nachfrage steigt.

Coronavirus - Kuba
Ein Arbeiter des Gesundheitswesens in Schutzkleidung steht nahe der Stelle, an der das Kreuzfahrtschiff Braemar angelegt hat. Im Hintergrund ist das Revolutions-Motto «Vaterland oder Tod» unter einer kubanischen Flagge zu lesen. Wochen, nachdem Passagiere des Braemar in mehreren Häfen der Karibik wegen der Angst vor der Ausbreitung des Coronavirus am Aussteigen verhindert wurden, durfte das Schiff am kubanischen Hafen anlegen. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Präparat Interferon alfa-2b ist momentan heiss begehrt.
  • In Kuba hergestellt, wurde es von China gegen das Coronavirus verwendet.
  • Im Zuge der weltweiten Pandemie steigt die Nachfrage stark an.

Weltweit kämpfen Ärzte um das Leben der Corona-Patienten. Noch immer gibt es kein bewährtes Medikament, welches eine Infektion mit dem Coronavirus zuverlässig bekämpfen kann.

Ein Präparat, welches jedoch im Zuge der weltweiten Pandemie immer gefragter wird, ist Interferon. Hergestellt wird es in Kuba. Dort wird es seit 1986 im Kampf gegen Denguefieber, Krebs und Hepatitis B und C eingesetzt.

Immunsystem stärken

Interferon alfa-2b stärkt das Immunsystem. Seit 2003 kooperiert Kuba für die Produktion mit den chinesischen Behörden. China hat zur Bekämpfung des Virus das Präparat aus Kuba bezogen und erfolgreich eingesetzt, schreibt die «TAZ».

Weltgesundheitsorganisation coronavirus
Die Suche nach Medikamenten und Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus läuft auf Hochtouren. (Symbolbild) - Keystone

Denn offenbar reagiert das Coronavirus deutlich empfindlicher auf die Injektion von Interferon, als das mit ihm verwandte Sars-Virus. Das berichtet das US-Fachmagazin «Journal of Virology».

Bereit für Nachfrage

Davon profitiert jetzt Kuba. Eulogio Pimentel Vásquez, der Direktor des Zentrums für Genetik und Biotechnologie (CIGB), bestätigte dies vergangene Woche an einer Pressekonferenz. Die Nachfrage nach Interferon habe stark zugenommen.

Sein Institut sei aber gut für die erhöhte Nachfrage gerüstet. Fünfzehn Länder hätten bisher angefragt, um das von CIGB produzierte Interferon zu beziehen.

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