Chinas Wirtschaft legt im zweiten Quartal um 3,2 Prozent zu

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    Erstmals seit dem Ausbruch des Coronavirus ist Chinas Wirtschaft wieder gewachsen. Im ersten Quartal hatte das Land ein negatives Wachstum verzeichnet.

    «China Shipping» ist wieder mehr gefragt: Chinas Wirtschaft kann zulegen. Foto: Ole Spata/dpa
    «China Shipping» ist wieder mehr gefragt: Chinas Wirtschaft kann zulegen. Foto: Ole Spata/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Chinas Wirtschaft hat im zweiten Quartal um 3,2 Prozent zugelegt.
    • Im ersten Quartal verzeichnete das Land erstmals seit 1992 ein negatives Wachstum.

    Die Coronavirus-Pandemie hatte in China einen historischen Einbruch der Wirtschaft zur Folge. Nun kehrt das Wachstum langsam zurück. Doch kann der Aufschwung auch in der zweiten Jahreshälfte andauern?

    Wie das Pekinger Statistikamt mitteilte, legte die Wirtschaft im zweiten Quartal deutlich um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Wegen der Corona-Pandemie hatte die zweitgrösste Volkswirtschaft zuvor einen historischen Einbruch erlebt.

    Zum ersten Mal seit Beginn der offiziellen Aufzeichnungen im Jahr 1992 hatte China im ersten Quartal ein negatives Wirtschaftswachstum von 6,8 Prozent verzeichnet. Unterm Strich ergibt sich damit ein Minus von 1,6 Prozent im ersten Halbjahr, wie das Statistikamt weiter mitteilte.

    Wachstum fällt zart aus

    Das Wachstum im zweiten Quartal fällt für chinesische Verhältnisse noch immer zart aus. Die Wirtschaft der Volksrepublik war im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent gewachsen. Vor dem Hintergrund der globalen Corona-Pandemie werten Analysten die neuen Wachstumszahlen dennoch als klares Zeichen der Erholung.

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    Peking senkt angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten seine Wachstumsziele. (Archivbild) - keystone

    Chinas Wirtschaft springt wieder an, weil das Land die Corona-Pandemie weitgehend unter Kontrolle gebracht hat. Es gibt heute kaum noch neue Infektionen, so dass sich das Leben und die Wirtschaftstätigkeiten wieder normalisieren.

    Der Aufschwung in China wird angetrieben von der heimischen Nachfrage und einer Zunahme der Industrieproduktion und Dienstleistungen. Deutlich machen sich die Stützungsmassnahmen bemerkbar, die die Regierung wegen des Corona-Ausbruchs auf den Weg gebracht hatte.

    Aussenhandel wächst

    Dass es langsam wieder aufwärts geht, machten bereits am Dienstag die neuen Zahlen für den Aussenhandel deutlich: Exporte und Importe der grössten Handelsnation lagen im Juni erstmals wieder im Plus.

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    Die Wirtschaft in China gewinnt immer weiter an Fahrt. (Archivbild) - sda - KEYSTONE

    Die Ausfuhren in US-Dollar berechnet stiegen um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Einfuhren wuchsen unerwartet stark um 2,7 Prozent. Eigentlich hatten Experten mit einem starken Minus der Importe wie in den Vormonaten gerechnet.

    Trotz der Besserung muss sich Chinas Wirtschaft weiter auf schwer kalkulierbare Risiken einstellen. Experten nennen etwas die Ungewissheiten durch die Streitigkeiten zwischen den USA und China im Handel und im Technologiesektor sowie einen möglichen weiteren Rückgang der Weltwirtschaft. Viele Unternehmen kämpfen weiter ums Überleben, Millionen Menschen sind arbeitslos. Auch besteht die Gefahr einer neuen Corona-Welle im Herbst oder Winter, wenn sich das Wetter abkühlt.

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