Berichte über Verletzte nach Siedlergewalt im Westjordanland
Bei neuer Siedlergewalt im Norden des Westjordanlands hat es palästinensischen Berichten zufolge in der Nacht mehrere Verletzte gegeben.

Acht Palästinenser, darunter ein Kleinkind, seien behandelt worden, die meisten wegen einer Rauchvergiftung, hiess es in palästinensischen Medien. Eine Person habe auch Verbrennungen erlitten. Israelische Siedler hätten in einem palästinensischen Dorf in der Nähe der Stadt Nablus Autos in Brand gesetzt und auch versucht, ein Haus anzuzünden, berichte unter anderem die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa.
Israels Armee sagte auf Anfrage, sie gehe den Berichten nach. Die israelische Zeitung «Times of Israel» berichtete, keiner der beteiligten Siedler sei bislang festgenommen worden.
Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir hatte die Angriffe radikaler Siedler auf Palästinenser im März zwar als «moralisch und ethisch inakzeptabel» verurteilt. Den israelischen Sicherheitskräften wird jedoch immer wieder vorgeworfen, sie gingen nicht entschlossen genug gegen das Phänomen vor oder stellten sich sogar auf die Seite der aggressiven Siedler.
Seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Kriegs ist es auch im besetzten Westjordanland zu einem deutlichen Anstieg von Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser und ihren Besitz gekommen. Es ist auch in israelischen Medien immer häufiger die Rede von «jüdischem Terror».














