Tote nach Militärhubschrauber-Absturz in Kaschmir
Im pakistanisch kontrollierten Teil Kaschmirs sind beim Absturz eines Militärhubschraubers 18 Soldaten ums Leben gekommen.

Das Wichtigste in Kürze
Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Sicherheitskreisen. Der Helikopter war in der Provinzhauptstadt Muzaffarabad abgestürzt. Alle Insassen seien tot, hiess es bereits zuvor in einer Mitteilung der pakistanischen Streitkräfte, die keine Opferzahlen nannte. Ursache für den Absturz sei ein technischer Fehler.
Seit Freitag ist die Lage in der teilautonomen Region nach schweren Protesten und dem gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte enorm angespannt. Weiterhin sind Geschäfte geschlossen und Strassen verwaist. Sicherheitskräfte halten Demonstranten davon ab Muzaffarabad zu erreichen. Zehn Zivilisten und vier Sicherheitsbeamte seien bei Zusammenstössen bisher getötet worden, hiess es aus pakistanischen Sicherheitskreisen.
Bereits gestern berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International von einer Internetsperre, Massenfestnahmen und tödlicher Gewalt. Die Menschenrechtslage verschlechtere sich zusehends, schrieb die Organisation weiter.
Hintergrund der jüngsten Unruhen ist, dass politische Gruppen in der Region sich gegen politische Einflussnahme aus Islamabad stellen. Die Regionalregierung verbot am Freitag vor geplanten Demonstrationen eine lokale politische Graswurzelbewegung.
Das sogenannte Jammu and Kashmir Joint Awami Action Committee (JKJAAC) hatte vor der Neuwahl am 27. Juli eine Änderung der Zusammensetzung des regionalen Parlaments der teilautonomen Provinz gefordert. In der Folge eskalierte die Lage.














