Westjordanland

Berichte: Siedler sind weiterhin in Kusra im Westjordanland

Keystone-SDA
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Palestina,

Radikale israelische Siedler halten sich palästinensischen und israelischen Berichten zufolge weiterhin in der Nähe von palästinensischen Wohnhäusern im Dorf Kusra im nördlichen Westjordanland auf.

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Radikale israelische Siedler halten sich palästinensischen und israelischen Berichten zufolge weiterhin in der Nähe von palästinensischen Wohnhäusern im Dorf Kusra im nördlichen Westjordanland auf. - keystone

Der Dorfvorsteher Abdul Asim al-Wadi sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), sie belagerten die Häuser weiterhin. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, rund 15 Palästinenser seien weiterhin in ihren Häusern eingeschlossen. Die Bewohner harren dort dem Bericht zufolge derzeit unter schwierigen Bedingungen aus.

Palästinensischen Angaben zufolge sind auch zwei Kinder im Alter von vier und zehn Jahren betroffen. Israelische Medien meldeten, die Siedler seien am Morgen in die Gegend zurückgekehrt.

Israels Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten. Das Militär sagte lediglich, dass Soldaten seit Donnerstag im Einsatz seien, um vor Ort für Sicherheit zu sorgen. Früheren Angaben zufolge will Israels Militär die Siedler dazu bewegen, die Gegend zu verlassen.

Mehrere Medien sowie Kusras Dorfvorsteher berichteten weiterhin, dass israelische und internationale Aktivisten mit Lebensmitteln und Getränken für die Palästinenser in die Gegend gekommen seien. Israelische Sicherheitskräfte hätten sie aber nicht zu den Häusern gelassen.

Israels Militär sagte auf Anfrage, allen israelischen Staatsbürgern sei der Zutritt zu Kusra untersagt. Auf einem Video des Militärs war zugleich zu sehen, wie ein palästinensischer Einwohner einige der in der Gegend abgelegten Güter einsammelt.

Seit Sonntag belagern radikale israelische Siedler die Häuser. Von palästinensischer Seite hatte es am Donnerstag geheissen, die Bewohner seien von Israel zur Evakuierung gezwungen worden. Das israelische Militär teilte daraufhin mit, die palästinensischen Einwohner sollten in ihren Häusern bleiben.

Israelische und palästinensische Medien berichteten unter Berufung auf die Bewohner, dass israelische Soldaten in der Zwischenzeit Schäden in den Häusern angerichtet und dort Geld gestohlen haben sollen. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie gehe dem nach.

Der als sehr proisraelisch geltende US-Botschafter Mike Huckabee nannte die Siedler in Kusra «israelische Terroristen». Die USA hätten Israels Militär und Polizei aufgefordert, die radikalen Siedler aus Kusra zu entfernen. Sie belagern auch ein Haus, das einem Palästinenser mit US-Staatsbürgerschaft gehört.

In den vergangenen Jahren hat die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland zugenommen. Dem israelischen Militär wird immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen solche Angriffe vorzugehen. Nur selten gibt es Berichte über Siedler, die nach Attacken zur Rechenschaft gezogen würden.

Kommentare

User #1764 (nicht angemeldet)

Die Schweizer Regierung schaut einfach zu, wie im Westjordanland Unrecht geschieht und was ich auch sehr bedenklich finde ist, dass Touristinnen und Touristen aus dem kriminellen Staat Israel ohne Probleme einfach Ferien machen können in der Schweiz, unterstützt vom Schweizer Tourismus und von der Schweizer Regierung. Tolle Schweizer Regierung und toller Schweizer Tourismus.

User #1128 (nicht angemeldet)

Unerträglich diese kriminellen Siedler. Eine nimmersatte Krake

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