Gewalt

    Bericht: 36'000 Vertriebene durch neue Gewalt in Mosambik

    Keystone-SDA
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    Mosambik,

    Die Nord-Provinz Cabo Delgado in Mosambik ist von Konflikten geplagt. Neue Gewaltausbrüche vertreiben im Juni 36'000 Menschen.

    Mosambik
    Die Provinz Cabo Delgado ist von schwerer Gewalt betroffen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • 36'000 Menschen sind aus der Provinz Cabo Delgado in Mosambik geflohen.
    • Die konfliktreiche Gegen ist momentan von immenser Gewalt betroffen.
    • Seit 2017 verüben islamistische Rebellen immer wieder brutale Angriffe.

    Eine neue Welle der Gewalt hat 36'000 Menschen im Juni in Mosambiks konfliktreicher Nord-Provinz Cabo Delgado in die Flucht getrieben. Das teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Montag mit. Mehr als die Hälfte der Vertriebenen seien demnach Kinder.

    «Es ist herzzerreissend zu sehen, in welch schrecklichem Zustand die Menschen ankommen. Ganze Familien verlassen ihre Häuser ohne alles», sagte Abdirizak Ahmed Maalim Mohamednoor, der IKRK-Koordinator für wirtschaftliche Sicherheit in Mosambik. Auf der Flucht würden viele Kinder von ihren Familien getrennt und seien nun auf sich allein gestellt, so Mohamednoor. Im Juni war nach Angaben des IKRK vor allem der bislang von Angriffen verschont gebliebene Distrikt Ancuabe betroffen.

    Mosambik
    Militärische Truppen von Mozambik in der Region Cado Delgado im Jahre 2021. - Keystone

    Im Norden Mosambiks ist der französische Energiekonzern Total an einem milliardenschweren Flüssiggasprojekt beteiligt. Dort verüben islamistische Rebellen seit 2017 immer wieder brutale Angriffe. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk zufolge wurden insgesamt 780 000 Menschen vertrieben, zahlreiche andere wurden getötet.

    Nach einer längeren Ruhephase ist es in den vergangenen Wochen wieder zu gewalttätigen Übergriffen gekommen. Präsident Filipe Nyusi hatte erst im September erklärt, alle von Aufständischen gehaltenen Bezirke in Cabo Delgado seien zurückerobert.

    Die Europäische Union hatte im vergangenen Juli einen Militäreinsatz beschlossen, bei dem Soldaten aus EU-Staaten mosambikanische Streitkräfte ausbilden sollen. Die Ausbilder stellt vor allem die frühere Kolonialmacht Portugal.

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