Aktuell wird die Rettung des Atompakts mit dem Iran verhandelt. Die Gespräche sollen in einer konstruktiven Atmosphäre verlaufen.
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Ebrahim Raisi, Präsident des Iran. Foto: -/Iranian Presidency/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Verhandlungen mit dem Iran sollen in konstruktiver Atmosphäre laufen.
  • Den Gesprächen fehle jedoch noch die nötige Dynamik.
  • Die siebte Verhandlungsrunde wurde bis kommenden Montag unterbrochen.

Die Verhandlungen zur Rettung des Atompakts mit dem Iran laufen in einer konstruktiven Atmosphäre. Dies erklärte eine mit den Gesprächen vertraute Quelle am Donnerstag in Wien.

Es zeichne sich ab, dass der Iran auf einer Art Zusicherung bestehen werde, dass künftig die Vereinbarungen eingehalten würden, hiess es.

Dies werde allseits anerkannt, sei aber höchst schwierig umzusetzen. Insgesamt fehle noch die nötige Dynamik bei den Gesprächen, um wie erhofft in einigen Wochen einen Abschluss zu erzielen. Die aktuelle, siebte Verhandlungsrunde wurde bis kommenden Montag unterbrochen.

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Das iranische Kernkraftwerk in Bushehr. - Keystone

Die USA waren unter Ex-Präsident Donald Trump 2018 aus dem 2015 erzielten Rüstungskontrollabkommen ausgestiegen, da sie es für unzureichend hielten. Nach der Wiedereinsetzung der Sanktionen seitens der USA hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Vorschriften zur Begrenzung seiner nuklearen Kapazitäten.

Abfolge der Deeskalationsschritte als Streitpunkt

Irans Chefunterhändler Ali Bagheri erklärte, der Schlüssel zum Erfolg in den Verhandlungen sei die effektive Aufhebung der US-Sanktionen. Je seriöser die Gegenseite diesbezüglich agiere, desto weniger Zeit würden die Verhandlungen in Anspruch nehmen.

Zu den Streitpunkten, die bei den Gesprächen in Wien noch zu lösen sind, gehört die Abfolge der Deeskalationsschritte in Washington und Teheran. In bisher sieben Verhandlungsrunden konnten sich der Iran und die USA trotz Vermittlungsversuchen von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Russland und China nicht einigen.

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