Marco Odermatt

Marco Odermatt: «Fühle mich blöd, für Platz 2 getröstet zu werden»

Christoph Böhlen
Christoph Böhlen

Österreich,

Nur sieben Hundertstel trennen Marco Odermatt vom ersten Sieg auf der Kitzbühel-Abfahrt. Dennoch gibt es für den Schweizer einen Meilenstein zu feiern.

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Marco Odermatt nach Rang zwei in Kitzbühel. - srf

Das Wichtigste in Kürze

  • Platz 2 in Kitzbühel ist für Marco Odermatt der 100. Podestplatz im Weltcup.
  • Den Sieg auf der Streif holt sich der Italiener Giovanni Franzoni.

Das Warten geht weiter: Marco Odermatt verpasst den Abfahrts-Sieg auf der Streif um sieben Hundertstelsekunden.

Der Schweizer Ski-Dominator muss sich Shooting-Star Giovanni Franzoni hauchdünn geschlagen geben. «Es ist schwierig», so Odi nach dem Rennen bei SRF. «Ich habe alles gegeben und hatte nur ein Ziel. Wenn es dann so knapp ist, tut es weh.»

Marco Odermatt
Marco Odermatt auf der Streif. - keystone

Der Italiener Franzoni stellt mit Startnummer 2 eine Zeit auf, die nicht mehr geknackt wird. Platz drei geht an den Franzosen Maxence Muzaton, der mit der Startnummer 29 eine Top-Fahrt in den Schnee zaubert.

Franzoni
Giovanni Franzoni lässt sich im Ziel feiern. - keystone

Marco Odermatt holt sich als Zweiter übrigens nicht nur eine «silberne Gans» – er feiert auch gleich seinen 100. Weltcup-Podestplatz. Odi ist erst der fünfte Fahrer, dem das gelingt. Und das mit 28 Jahren!

Odi sagt: «Das ist genial, es war meine beste Fahrt auf der Streif. Dann schmerzt es um so mehr, wenn man merkt, dass alles passt.» Jammern will er aber nicht, wie er bei SRF weiter erklärt.

Ist Marco Odermatt schon jetzt der beste Skifahrer aller Zeiten?

«Ich fühle mich ein bisschen blöd, wenn ich mit einem zweiten Platz enttäuscht bin. Und wenn man dafür getröstet wird. Ich glaube, ein paar hätten es mir gegönnt. Aber es ist sicher auch niemand traurig, wenn mal ein anderer gewinnt.»

Franjo von Allmen fällt zurück – Hintermann überzeugt

Dafür muss Franjo von Allmen einen Rückschlag hinnehmen. Der Berner Oberländer kann bei seiner Fahrt lange mit Franzoni mithalten, dann unterläuft ihm aber ein Fehler. Von Allmen büsst 1,56 Sekunden ein. Er muss sich mit Rang 16 begnügen.

Franjo von Allmen
Franjo von Allmen missglückt die Fahrt in Kitzbühel. - keystone

Zweitbester Schweizer wird Niels Hintermann. Der Zürcher fährt in seiner Comeback-Saison auf den starken 6. Platz. Der junge Alessio Miggiano fährt auf Rang 26.

Stefan Rogentin, Alexis Monney, Justin Murisier, Lars Rösti und Livio Hiltbrand verpassen die Punkte. Marco Kohler nach einer starken Fahrt noch aus.

Kommentare

User #2646 (nicht angemeldet)

Odermatr, Odermatr und nochmals Odermatt, warum freut man sich nicht über den dreifachen Olympiasieger, was ist los in der Schweiz. Odermatt kommt mir vor wie Peter Müller. Die Startnumner 1 war besser. Was soll das. Finde es gut, dass auch andere mL gewinnen. Wir brauchen keinen zweiten Halbgott wie Federer.

User #2201 (nicht angemeldet)

ein anderer war besser. das ist so. es wird die zeit kommen, dann gewinnt er gar nicht mehr.... na und

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