Haft

    Anwälte: Journalist in Kuwait nach 52 Tagen Haft freigesprochen

    Keystone-SDA
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    Kuwait,

    Ein festgenommener Journalist mit doppelter Staatsbürgerschaft ist in Kuwait nach über 50 Tagen Haft freigesprochen worden. Ahmed Schihab-Eldin werde voraussichtlich in Kürze freigelassen, heisst es in einem Statement seiner Anwälte. «Wir sind erleichtert, dass Ahmed nach 52 Tagen in Haft in allen Anklagepunkten für unschuldig befunden wurde», heisst es weiter. Einzelheiten seien bislang noch offen.

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    Ein festgenommener Journalist mit doppelter Staatsbürgerschaft ist in Kuwait nach über 50 Tagen Haft freigesprochen worden. - keystone

    Schihab-Eldin, der sowohl US-Staatsbürger als auch Staatsbürger Kuwaits ist, war nach der Verbreitung von Videos zum Iran-Krieg festgenommen worden. Es wurde davon ausgegangen, dass ihm unter anderem die Verbreitung von Falschnachrichten vorgeworfen wurde. Er war Anfang März nach Kuwait gereist, um seine Familie zu besuchen.

    Der Journalist berichtete unter anderem für die Nachrichtensender CNN, PBS, Al Jazeera und die US-Zeitung «New York Times». Im Internet kommentierte er auf seinem Blog den Iran-Krieg und verbreitete auch ein von CNN verifiziertes Video, das den Absturz eines US-Kampfflugzeugs in Kuwait zeigt. Schihab-Eldin wurde unter anderem für einen Emmy nominiert und berichtete häufig über das Thema Menschenrechte.

    Die Pressefreiheit in Kuwait und den weiteren Golfstaaten ist stark eingeschränkt. Nachrichtenmedien unterliegen einer strikten Zensur, für kritische Berichte abseits der offiziellen Regierungslinien drohen schwere Strafen. Es gibt auch strikte Anweisungen an die Bevölkerung, keine Bilder von iranischen Angriffen zu verbreiten. Auch in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es im Iran-Krieg deshalb bereits zu Festnahmen.

    Vor wenigen Wochen war in Kuwait ein Gesetz in Kraft getreten, dass Haftstrafen bis zu zehn Jahren vorsieht für diejenigen, die das Vertrauen ins Militär und andere Sicherheitskräfte durch «Nachrichten oder falsche Gerüchte» untergraben. Das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) und andere Organisationen beschreiben solche Vorwürfe als Mittel, um unabhängige Journalisten zum Schweigen zu bringen.

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    User #3892 (nicht angemeldet)

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