Angelina Jolie fordert bei einem Besuch in einem Lager in Burkina Faso zu mehr Flüchtlingshilfe auf. Die Welt mache zu wenig, findet die Schauspielerin.
angelina jolie
Angelina Jolie spricht mit Flüchtlingen. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Welt muss mehr für die Flüchtlingshilfe tun, sagt Angelina Jolie.
  • Dies forderte die Schauspielerin bei einem Besuch in Burkina Faso.
  • Im westafrikanischen Land leben aktuell viele Vertriebene aus Mali.

Hollywood-Star Angelina Jolie (46) hat bei einem Besuch in einem Flüchtlingslager in Burkina Faso die Welt zu verstärkter Hilfe aufgefordert.

Angelina Jolie engagiert sich seit Jahren für Flüchtlinge

«Die Wahrheit ist: Wir tun nicht die Hälfte davon, was wir tun könnten, um Lösungen zu finden, damit Flüchtlinge nach Hause zurückkehren können. Oder um Aufnahmeländer wie Burkina Faso zu unterstützen», sagte sie am Sonntag im Lager Goudébou im Nordosten des westafrikanischen Landes. Dort leben tausende Menschen, die vor Gewalt und politischem Chaos im Nachbarland Mali geflohen sind.

angelina jolie
Die US-Schauspielerin Angelina Jolie. (Archivbild) - Keystone

Angelina Jolie, die sich seit Jahren als Botschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) engagiert, kritisierte: «Seit Jahren wird nur ein Bruchteil der humanitären Hilfe angeboten, die nötig wäre, um grundlegende Unterstützung und Schutz zu bieten. Die Last fällt auf die Vertriebenen, deren Rechte, Leben und Chancen gestohlen werden.»

Instabile Situation in Mali

Seit 2012 sind rund 140'000 Malier vor der Gewalt in ihrer Heimat geflohen, unter anderem nach Burkina Faso. Die politische Situation in Mali ist seit 2012 von starker Instabilität geprägt. Die meist dschihadistisch motivierte Gewalt hat in den vergangenen Jahren auch die benachbarten Länder in der Sahel-Zone erreicht.

Al-Qaida im Maghreb
Frauen und ein Kind flüchten vor einem Tumult in Bamako, Mali. (Archivbild) - Keystone

Neben der Ex-Kolonialmacht Frankreich ist auch die deutsche Bundeswehr im Rahmen von Missionen von EU und UNO in Mali vertreten.

Mehr zum Thema:

Hollywood Gewalt UNO EU Angelina Jolie