Afghanistan: Mindestens 25 Tote und zahlreiche Verletzte bei Doppel-Anschlag

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    Bei Anschlägen in Afghanistan werden über 20 Menschen getötet. Gleich zwei Explosionen waren in der Hauptstadt zu hören. Eine weitere Bombe zielt auf Polizeimitarbeiter in Nangarhar.

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    Bei dem Attentat kamen mindestens 23 Menschen ums Leben. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Afghanistan sind zwei Bomben explodiert, wobei mehrere Menschen ums Leben kamen.
    • Nachdem sich Helfer um die Opfer des ersten Anschlags kümmerten, explodierte eine zweite Bombe.

    Bei einem Doppelanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Unter den Opfern sind auch mindestens fünf Journalisten, die auf dem Weg zum ersten Anschlagsort waren. Mindestens 49 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Das Gesundheitsministerium meldete nur 21 Tote. Afghanische Regierungssprecher sind aber bekannt dafür, Opferzahlen für die Öffentlichkeit kleinzuhalten.

    Die beiden Anschläge in der Hauptstadt wurden kurz hintereinander während des morgendlichen Berufsverkehrs im Viertel Schaschdarak verübt. Ein Selbstmordattentäter auf einem Motorrad habe die erste Detonation an einer Kontrollstelle nahe des Geheimdienstquartiers ausgelöst. Der Tatort liegt ausserdem in der Nähe der US-Botschaft und des Nato-Hauptquartiers.

    Zweite Bombe detonierte, als die Helfer die Opfer pflegten

    Wenig später wurde eine zweite Bombe in demselben Stadtviertel in einer Gruppe von Journalisten gezündet, sagte der Polizeisprecher. Dabei seien mehrere Journalisten getötet oder verletzt worden. Der Selbstmordattentäter des zweiten Anschlags hatte sich laut Berichten als Journalist ausgegeben und eine Kamera getragen. Die Bombe explodierte, als Helfer sich um die Verletzten des ersten Anschlags kümmerten.

    Die Verletzten seien in örtliche Krankenhäuser gebracht worden. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

    Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Doppelanschlag über Propagandakanäle im Internet für sich. In der Provinz Nangarhar sei ein Polizeimitarbeiter ebenfalls bei einem Anschlag gestorben, berichteten afghanische Medien.

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