Rohingya

    185 Rohingya-Flüchtlinge erreichen Indonesien nach Wochen auf See

    Keystone-SDA
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    Indonesien,

    Nach wochenlanger Flucht hat ein Boot mit 185 Rohingya aus Myanmar Indonesien erreicht. Unter den Geflüchteten befinden sich auch 32 Kinder.

    Rohingya indonesien
    Rohingya sitzen in einem Militärlastwagen, als sie nach der Landung ihres Bootes in Pidie, Provinz Aceh, Indonesien, am Montag, 26. Dezember 2022, in einer Notunterkunft ankommen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach wochenlanger Flucht auf See ist ein Boot mit 185 Rohingya in Indonesien angekommen.
    • Video-Aufnahmen zeigen sichtlich schwache und erschöpfte Menschen.
    • Bereits am Samstag erreichte ein Boot mit 57 Geflüchteten die Insel Sumatra.

    In Indonesien ist nach wochenlanger Flucht auf See ein Boot mit 185 Rohingya aus Myanmar angekommen. Unter den Flüchtlingen seien auch 32 Kinder, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

    Videos zeigten die Menschen sichtlich schwach und erschöpft am Strand der Provinz Aceh an der Nordwestspitze der Insel Sumatra. Bereits am Sonntag war ein Boot mit 57 Geflüchteten dort angekommen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hatte zuvor wiederholt zur Rettung von Rohingya-Flüchtlingen im Indischen Ozean aufgerufen.

    Sechsmal mehr Flüchtende

    Nach Angaben der Organisation traten dieses Jahr mehr als sechsmal so viele Rohingya die gefährliche Reise an wie im Vorjahr. Die Organisation zeigte sich besorgt angesichts von Berichten über ein Boot mit etwa 190 Menschen, das im Golf von Bengalen in Seenot sei. Nach bislang unbestätigten Berichten sollen auf dem seit Ende November im Meer treibenden Boot mindestens 20 Menschen gestorben sein.

    Rohingya indonesien
    Rohingya-Frauen und -Kinder sitzen in einem Krankenwagen, als sie nach der Landung ihres Bootes in Pidie, Provinz Aceh, Indonesien, am Montag, 26. Dezember 2022, in einer Notunterkunft ankommen. - keystone

    In Myanmar hat Anfang Februar 2021 das Militär die Macht übernommen. Regimekritiker werden seitdem brutal verfolgt. Schon zuvor waren Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya vor Repressionen und Verfolgung im überwiegend buddhistischen Myanmar geflohen, vor allem nach Bangladesch, aber auch in andere Länder.

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