Indonesien verbietet unter 16-Jährigen Soziale Medien

Keystone-SDA
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Indonesien,

Indonesien will Jugendlichen unter 16 Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken verbieten. Die Massnahme soll ab dem 28. März gelten, teilte Kommunikationsministerin Meutya Hafid am Freitag mit. Als Gründe nannte sie Gefahren wie Pornografie, Cybermobbing, Online-Betrug und Internetsucht.

Soziale Medien Indonesien
Menschen nutzen ihre Mobiltelefone an einer Bushaltestelle in Jakarta, Indonesien, am Freitag, dem 6. März 2026. - keystone

„Konten von Kindern unter 16 Jahren auf Plattformen mit hohem Risiko werden schrittweise deaktiviert“, erklärte die Ministerin. Betroffen seien zunächst YouTube, TikTok, Facebook, Instagram, Threads, X, Bigo Live und Roblox.

Die Regierung greife ein, „damit Eltern nicht länger allein gegen die Giganten der Algorithmen kämpfen müssen“, sagte Hafid. Die Umsetzung solle schrittweise erfolgen, „bis alle Plattformen ihre Verpflichtungen zur Einhaltung der Regeln erfüllen“.

TikTok Indonesien und Google Indonesien reagierten zunächst nicht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.

Mehrere Länder prüfen ähnliche Massnahmen. Australien verpflichtete im Dezember Plattformen wie TikTok, YouTube und Snapchat dazu, Konten von unter 16-Jährigen zu löschen. In Frankreich verabschiedeten Abgeordnete ein Gesetzesprojekt, das ein Verbot für unter 15-Jährige vorsieht.

Auch Dänemark, Griechenland und Spanien drängen auf EU-Ebene auf entsprechende Schritte. Die Europäische Union setzte diese Woche ein Expertengremium ein, das prüfen soll, ob soziale Netzwerke für Minderjährige eingeschränkt oder verboten werden sollen.

Indien erwägt ebenfalls eine ähnliche Regelung, um Minderjährige besser vor Online-Missbrauch zu schützen.

Die indonesische Ministerin räumte ein, dass die neue Regulierung „anfangs gewisse Unannehmlichkeiten“ für Nutzer verursachen könne. „Wir sind jedoch überzeugt, dass dies in dieser Zeit eines digitalen Notstands die beste Massnahme ist“, sagte sie.

„Wir ergreifen diesen Schritt, um die Kontrolle über die Zukunft unserer Kinder zurückzugewinnen. Technologie soll Menschen stärken – nicht unsere Kinder opfern“, fügte Hafid hinzu.

Die Videoplattform YouTube, die zum Google-Konzern gehört, erklärte, man prüfe das angekündigte Verbot derzeit. Man werde „konstruktiv mit der Regierung im Dialog bleiben und sich weiterhin dafür einsetzen, junge Menschen im digitalen Raum zu schützen“, teilte ein Sprecher mit.

Kommentare

User #5740 (nicht angemeldet)

Wie krank ist das denn Meinungsbildung verbieten zu wollen?

User #5231 (nicht angemeldet)

Endlich jemand der Mut zeigt

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