1,4 Millionen Mädchen in Afghanistan bleibt Schule verboten

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    Seit der Machtübernahme der Taliban sind mindestens 1,4 Millionen Mädchen vom Schulbesuch abgeschnitten.

    wang yi
    In Afghanistan dürfen mehr als 1,4 Millionen Mädchen ab der siebten Klasse nicht zur Schule gehen. - sda - Keystone/AP/Felipe Dana

    Das Wichtigste in Kürze

    • 1,4 Millionen Mädchen in Afghanistan sind vom Schulverbot betroffen.
    • Ab der siebten Klasse dürfen nur Knaben die Schule besuchen, Lehrerinnen sind verboten.
    • Seit der Machtübernahme durch die Taliban ging die Zahl der Studenten massiv zurück.

    Seit der erneuten Machtübernahme der Taliban vor drei Jahren sind einem Unesco-Bericht zufolge mindestens 1,4 Millionen Mädchen in Afghanistan vom Schulverbot ab der siebten Klasse betroffen. Dies seien rund 300'000 mehr Mädchen als bei der Zählung im April 2023, teilte die UN-Organisation mit.

    «Afghanistan ist heute das einzige Land der Welt, das Frauen und Mädchen über 12 Jahren den Zugang zur Bildung verwehrt.» Dies sagt Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay. «Die internationale Gemeinschaft muss sich weiterhin mit aller Kraft für die bedingungslose Wiedereröffnung von Schulen und Universitäten für afghanische Mädchen und Frauen einsetzen.»

    Afhganistan
    Schülerinen in Afghanistan im Jahr 2021. (Symbolbild) - Keystone

    In der Vergangenheit hatten die Taliban angekündigt, Bildung für ältere Mädchen lediglich aussetzen zu wollen, bis nicht näher genannte Bedingungen dafür geschaffen seien. Die öffentlichen Aussagen vereinzelter hochrangiger Taliban für die Bildung von Frauen machten vor einiger Zeit Hoffnung.

    Doch keine Taten folgen den Worten

    Doch bislang wurde nichts in diese Richtung unternommen. «In nur drei Jahren haben die De-facto-Behörden zwei Jahrzehnte stetiger Fortschritte im Bildungsbereich in Afghanistan fast zunichtegemacht und die Zukunft einer ganzen Generation ist nun gefährdet», hiess es in dem Bericht.

    Ein weiteres Problem sei das von den Taliban auferlegte Unterrichtsverbot für Lehrerinnen an Jungenschulen. Dieses verschärfe den ohnehin bestehenden Lehrermangel. Seit 2021 sei ausserdem die Anzahl der an Universitäten eingeschriebenen Studenten um 53 Prozent zurückgegangen, schreibt Unesco.

    Der Mangel an Hochschulabsolventen werde die Entwicklungsprobleme in dem Land mit rund 40 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern weiter verschärfen.

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    Kommentare

    User #4973 (nicht angemeldet)

    Ich ging nie gerne zur Schule und würde das auch bei uns begrüssen!

    User #4144 (nicht angemeldet)

    Joe Biden hat dafür gesorgt. Wären Truppen dort geblieben hätte die Mädchen eine Ausbildung

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