In einem verlassenen Lastwagen-Anhänger an einem Strassenrand in Guatemala sind 126 Migranten entdeckt worden.
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Containerladungen - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Migranten waren vermutlich auf dem Weg in das Nachbarland Mexiko und von dort in die USA.

In einem verlassenen Lastwagen-Anhänger an einem Strassenrand in Guatemala sind 126 Migranten entdeckt worden. Polizisten hörten Schreie und Klopfen aus dem Container und befreiten die Menschen, wie die Polizei des mittelamerikanischen Landes am Samstag mitteilte. Menschenschmuggler hätten die Migranten dort, an der Strasse zwischen zwei Kleinstädten im Süden Guatemalas, im Stich gelassen, hiess es. Es handelte sich demnach um 109 Haitianer sowie elf Menschen aus Nepal und neun aus Ghana. Sie seien in Herbergen der Einwanderungsbehörde gebracht worden.

Die Zahlen der Menschen, die bei der illegalen Einreise in die USA an der Grenze mit Mexiko aufgegriffen wurden, sind in diesem Jahr stark gestiegen - im Juli und August waren es jeweils mehr als 200 000. Es sind viele unbegleitete Kinder dabei.

Die meisten der Migranten stammen aus Mexiko oder aus einem der mittelamerikanischen Länder Guatemala, Honduras und El Salvador. Dort herrschen viel Armut, Gewalt und Korruption. Hinzu kommen die Folgen von Dürren und Naturkatastrophen. Auch aus anderen Krisenländern der Region - wie Haiti, Kuba und Venezuela - oder aus Afrika wagen zahlreiche Menschen die lange, gefährliche Reise durch Mexiko. Zuletzt kamen besonders viele Haitianer an der US-Grenze an, die bereits vor Jahren in die südamerikanischen Länder Chile und Brasilien geflüchtet waren.

Oft erreichen Migranten gar nicht erst die US-Grenze, sondern werden von Sicherheitskräften in Mexiko oder Guatemala aufgehalten und zurückgeschickt. Erst am Donnerstag hatten mexikanische Soldaten 652 mittelamerikanische Migranten - grösstenteils Guatemalteken - in versiegelten Kühlkammern in drei Sattelzug-Aufliegern entdeckt.

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