Weitere Todesopfer in US-Wintersturm bekannt – Zahl steigt auf 13
Mit klirrender Kälte, Schnee und Eis wütet ein heftiger Wintersturm über weiten Teilen der USA. Es gibt Tote sowie massive Strom- und Flugausfälle.

Das Wichtigste in Kürze
- Landesweit sind in den USA bereits mehr als eine Million Haushalte ohne Strom.
- Inzwischen gibt es auch Tote wegen des Wintersturms. 13 Menschen starben.
- Übers Wochenende sind mehr als 15'000 Flüge gestrichen worden.
- Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
Der heftige Wintersturm in den USA hat mittlerweile zu Stromausfällen bei mehr als einer Million Haushalten geführt.
Am Sonntagnachmittag (Ortszeit US-Ostküste) waren nach Angaben der Übersichtsseite poweroutage.us, die Daten von Energieversorgern zusammenträgt, in den Vereinigten Staaten mehr als eine Million Kunden betroffen.
Betroffen waren Haushalte in südlichen Bundesstaaten wie Tennessee, Texas und Louisiana, aber auch an der Ostküste.
Ein Problem für die Energieversorgung ist die Last des Schnees und Eises auf den oberirdischen Leitungen. Auch umknickende Bäume können die Versorgung unterbrechen.
Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
10.32: Wintersturm fordert 13 Todesopfer
Am Montagmittag wurden weitere Todesopfer bekannt. Die Zeitung «USA Today» berichtete unter Berufung auf örtliche Behörden von mindestens 13 Toten in fünf US-Bundesstaaten. Der Sender «CNN» berichtet von mindestens elf.
Die in den US-Medien genannten Zahlen schwankten, je nachdem, wie eindeutig die Todesursachen mit dem Extrem-Winter in Zusammenhang gebracht wurden, der weite Teile Nordamerikas in Griff hat.

Als vermutlich erfroren galten demnach fünf Menschen, die laut New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani am Wochenende in der Millionenmetropole tot im Freien gefunden wurden. Eine offizielle Todesursache wurde jedoch bisher nicht festgestellt.
Tod durch Unterkühlung galt auch in den Fällen von drei Menschen in den US-Bundesstaaten Kansas, Michigan und Texas laut Behörden als wahrscheinlich. Deren Leichen wurden – teils nach stundenlanger Suche – jeweils in eisiger Kälte gefunden.
09.02: Zahl der Todesopfer steigt weiter an
Die Zahl der Todesopfer in den USA steigt weiter an. Fünf Personen sollen dem Wintersturm zu Opfer gefallen sein.
08.13: Zwei Todesopfer bekannt
Der Wintersturm hat mehrere Todesopfer gefordert. Zwei Männer starben an Unterkühlung in der Region Caddo Parish im Bundesstaat Louisiana, wie die zuständige Gesundheitsbehörde mitteilte. Das Alter der Männer sei unbekannt.
Sturm wütet seit Sonntagmorgen
Der Wintersturm erfasste den Süden, Mittleren Westen und auch die Ostküste der Vereinigten Staaten. Seit Sonntagmorgen (Ortszeit) schneit es in New York und Washington bei eisigen Minusgraden.
Landesweit spürt mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung die Folgen des extremen Winterwetters – nach Angaben der Behörden sind das nahezu 190 Millionen Menschen.

Gleichzeitig warnten die Behörden vor möglicherweise «langanhaltenden Stromausfällen» in einigen Landesteilen. Massive Ausfälle waren schon vorab befürchtet worden – etwa durch umknickende Bäume oder weil oberirdische Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen können.
Seit Tagen warnen US-Meteorologen vor einem der wohl grössten Winterstürme der vergangenen Jahre. Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen, um im Ernstfall schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren zu können.
Weisse Schneedecke bedeckt New York und Washington
In der US-Hauptstadt Washington war auf dem sonst befahrenen Highway nichts los. Auch die Strassen in der Stadt waren leer. Der Flughafen Ronald Reagan, den die Amerikaner für Inlandsflüge nutzen, hatte so gut wie alle Flüge gestrichen.
Die Menschen in Washington waren aufgerufen worden, Taschenlampen bereitzulegen und ihre Handys vorsorglich aufzuladen. Die Büros der Bundesbehörden sollen am Montag geschlossen bleiben.
Trotz der angespannten Lage prägten auch fröhliche Winterszenen das Stadtbild: Fotos aus der Hauptstadt zeigten am Morgen Menschen auf Skiern rund um das Kapitol sowie Kinder, die auf Schlitten verschneite Hänge hinabfuhren.
In den frühen Morgenstunden wurden in Washington minus neun Grad gemessen, in New York minus zwölf Grad. Nach und nach legte sich eine weisse Schneedecke über die Millionenmetropolen, auch über den Central Park im Herzen New Yorks. Die Schulen der Stadt sollen am Montag geschlossen bleiben.

Zudem sollen nach Angaben von NBC News in allen fünf Stadtbezirken Zentren geöffnet werden, in denen sich New Yorker aufwärmen können. Die Strassen blieben am Morgen weitgehend leer, Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz.
Schnee, Eis und ungewöhnlich Kälte
Aus dem Ort Crested Butte in Colorado – früher eine Bergbausiedlung und heute ein beliebtes Wintersportziel – meldete CNN 58 Zentimeter Schnee. In Teilen Oklahomas fielen demnach bis zu 20 Zentimeter.
Einige nutzten das winterliche Wetter für Freizeitaktivitäten: Der Sender zeigte Bilder von Menschen in Oklahoma, die sich bei Schlittenfahrten vergnügten.

Besonders gefährlich sei der gefrierende Regen, der in Teilen von Louisiana eine etwa zwei Zentimeter dicke Eisschicht verursacht habe, hiess es bei CNN. Auch in Mississippi wurde vor Eisablagerungen gewarnt.
Grosse Herausforderungen für Reisende – Tausende Flüge gestrichen
Die Witterung führte nach Angaben der Behörden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Strassensperrungen, von denen einige mehrere Tage andauern könnten.
Menschen wurden aufgerufen, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen.
Für Montag haben Schulen in vielen Grossstädten der USA den Unterricht abgesagt oder auf Fernunterricht umgestellt, etwa in New York City, Philadelphia, Boston und Houston, wie der Sender CNN berichtete.
Übers Wochenende seien auch mehr als 15'000 Flüge gestrichen worden, berichtete CNN. Auf Fotos aus der US-Hauptstadt Washington waren menschenleere Terminals zu sehen.














