Weisses Haus: Trump will demnächst Pläne für Polizeireform vorstellen

    Keystone-SDA
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    USA,

    Donald Trump möchte offenbar in den kommenden Tagen Pläne für eine Polizeireform präsentieren.

    Donald Trump
    Donald Trump, Präsident der USA, hört während eines Rundtischgesprächs mit Strafverfolgungsbeamten im Speisesaal des Weissen Hauses zu. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Präsident Donald Trump will bald Pläne für eine Polizeireform vorlegen.
    • Dem Gesetzesentwurf der Demokraten im Kongress in dieser Form würde er nicht zustimmen.

    Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz will US-Präsident Donald Trump demnächst Pläne für eine Polizeireform vorlegen. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte am Mittwoch, Trump habe die vergangenen zehn Tage damit zugebracht, an Vorschlägen zu arbeiten, die bei den Protesten nach Floyds Tod thematisiert worden seien.

    Man hoffe, die Pläne in den kommenden Tagen vorzulegen. McEnany machte zugleich deutlich, dass der Republikaner Trump dem Gesetzesentwurf der Demokraten im Kongress in dieser Form nicht zustimmen würde.

    Beisetzung von George Floyd
    Blumen liegen in Gedenken an George Floyd vor der Fountain of Praise Church in Houston. - dpa

    Grund sei, dass der Entwurf der Demokraten eine Reduzierung der Immunität von Polizeibeamten vorsehe. «Das würde dazu führen, dass die Polizei sich zurückzieht», sagte McEnany. Das sei ein Punkt, der nicht akzeptabel sei. Man erkenne an, dass es Ungerechtigkeit im Land gebe. «Aber dieser Präsident weiss grundsätzlich, dass die meisten Polizisten in diesem Land gut sind.»

    Demokraten wollen einfachere Strafverfolgung bei polizeilichem Fehlverhalten

    Der Entwurf der Demokraten sieht unter anderem eine einfachere Strafverfolgung bei polizeilichem Fehlverhalten vor. Polizeigewalt soll ausserdem etwa durch den verstärkten Einsatz von Körperkameras bekämpft werden. Umstrittene Polizeimethoden wie Würgegriffe bei Festnahmen sollen verboten werden.

    McEnany verteidigt am Mittwoch auch einen umstrittenen Tweet des Präsidenten vom Vortag. Trump hatte darin geschrieben, ein 75 Jahre alter Demonstrant, der von Polizisten in Buffalo in New York auf den Boden gestossen und dabei am Kopf verletzt wurde, «könnte ein Antifa-Provokateur» sein. McEnany sagte, Trump habe in seinem Tweet nur Fragen gestellt - dazu habe er das Recht. Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, hatte den Tweet am Dienstag unverantwortlich genannt und dem Präsidenten vorgeworfen, «Öl ins Feuer» zu giessen.

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