US-Shutdown: An US-Flughäfen droht «massives Chaos»

    Simon Binz
    Simon Binz

    USA,

    Der längste Regierungsstillstand in der Geschichte der USA bringt den Luftverkehr an seine Grenzen. Der Shutdown dauert nun bereits 36 Tage.

    US-Shutdown
    Der anhaltende Shutdown blockiert die Regierung und bedroht zunehmend den US-Flugverkehr. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der US-Shutdown dauert inzwischen 35 Tage an – ein historischer Rekord.
    • Verkehrsminister Duffy warnt vor einem drohenden Kollaps im Luftverkehr.
    • Tausende Fluglotsen und Sicherheitskräfte arbeiten seit Wochen ohne Bezahlung.

    Angesichts des anhaltenden Regierungsstillstands in den USA hat Verkehrsminister Sean Duffy eindringlich vor schweren Folgen für den Luftverkehr gewarnt.

    Sollte der Shutdown noch eine Woche andauern, könne es zu «massivem Chaos» an US-Flughäfen kommen, sagte Duffy in Washington. Neben Verspätungen und Flugausfällen sei es denkbar, «bestimmte Teile des Luftraums» vorübergehend zu schliessen.

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    Der US-Shutdown dauert inzwischen 36 Tage an – so lange wie noch nie zuvor. Grund ist der Haushaltsstreit zwischen Republikanern und Demokraten, der weite Teile der Bundesverwaltung lahmgelegt hat.

    13'000 Fluglotsen arbeiten seit Wochen ohne Bezahlung

    Zahlreiche Behörden arbeiten nur eingeschränkt. Rund 13'000 Fluglotsen sowie 50'000 Sicherheitskräfte der Transportsicherheitsbehörde TSA leisten ihren Dienst seit Wochen ohne Bezahlung.

    Besonders betroffen sind die grossen Drehkreuze in New York, Chicago und Atlanta, wo Schichten oft nicht vollständig besetzt werden können. Die Folge sind lange Wartezeiten, Flugausfälle und Verspätungen, die sich im gesamten System aufschaukeln.

    US-Shutdown
    Der anhaltende US-Shutdown sorgt für Personalengpässe bei Fluglotsen und TSA-Sicherheitskräften und droht den Luftverkehr massiv zu stören. - Keystone

    Laut der US-Luftfahrtbehörde FAA fallen an den grössten Flughäfen derzeit 20 bis 40 Prozent der Fluglotsen zeitweise aus. Seit Beginn des Shutdowns seien fast die Hälfte der 30 betriebsamsten Flughäfen von Engpässen betroffen.

    Verkehrsminister denkt über Luftraumschliessungen nach

    Bereits 2019 hatte ein 35-tägiger Shutdown die US-Luftfahrt zeitweise lahmgelegt. Damals endete der Stillstand, als Sicherheitsbedenken den Druck auf die Politik erhöhten. Verkehrsminister Duffy deutete nun an, notfalls drastische Schritte zu erwägen: «Ich werde das gesamte System stilllegen, wenn die Flugsicherheit nicht mehr gewährleistet ist.»

    Sean Duffy
    Der US-Verkehrsminister Sean Duffy droht mit Luftraumschliessungen, sollte der Shutdown nicht bald zu einem Ende kommen. - keystone

    Am Sonntag hatte Duffy in einem Interview mit «ABC News» erneut über mögliche Luftraumschliessungen gesprochen. Zuvor war er dafür kritisiert worden, unentschuldigt fehlende Fluglotsen entlassen zu wollen. Nun schlug er versöhnliche Töne an: «Diese Beschäftigten brauchen Unterstützung und einen Gehaltsscheck, nicht Entlassungen.»

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    Kommentare

    User #7233 (nicht angemeldet)

    Wir sollten dies Leute in unserem Land beschäftigen. Das sind echte Fachkräfte die bei uns fehlen. Erleichterte Einreise und C-Niederlassung wäre die Lösung.

    User #6200 (nicht angemeldet)

    Ist mir hier in der Schweiz egal. Besser mal hier die vielen Probleme lösen wie Krankenkasse, hohe Mieten, geringe Kaufkraft, unbezahlbare Wohnungen.

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