Die US-Regierung klagt gegen eine restriktive Wahlrechtsänderung im Bundesstaat Georgia.
ARCHIV - US-Justizminister  Merrick Garland spricht im Justizministerium in Washington. Foto: Win Mcnamee/Pool Getty Images North America/AP/dpa
ARCHIV - US-Justizminister Merrick Garland spricht im Justizministerium in Washington. Foto: Win Mcnamee/Pool Getty Images North America/AP/dpa - sda - Keystone/Pool Getty Images North America/AP/Win Mcnamee

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Regierung klagt den Bundesstaat Georgia an.
  • Georgia würde mit einer Wahlrechtsänderung gegen Regeln verstossen.

Die US-Regierung klagt gegen eine restriktive Wahlrechtsänderung im Bundesstaat Georgia. «In unserer Klage legen wir dar, dass die jüngsten Änderungen im Wahlgesetz Georgias mit dem Ziel erlassen wurden, schwarzen Bürgern Georgias das Wahlrecht aufgrund ihrer Rasse oder Hautfarbe zu verweigern oder einzuschränken», sagte US-Justizminister Merrick Garland am Freitag in Washington. Die Vereinigten Staaten müssten das Wahlrecht jedes Bürgers schützen.

Das im März vom Kongress in dem Südstaat beschlossene Wahlgesetz erschwert die Möglichkeit, per Briefwahl abzustimmen und verkürzt teils die Öffnungszeiten der Wahllokale.

Zudem gibt es dem örtlichen Parlament mehr Befugnisse, um in den Ablauf einer Wahl einzugreifen. Auch ist es Dritten demnach verboten, in Schlangen stehende Wähler anzusprechen - selbst das Anbieten von Wasser oder Essen ist damit ein Verbrechen.

Der demokratische US-Präsident Joe Biden hatte das Gesetz in Georgia im Frühjahr als Beispiel für modernen Rassismus angeführt. Er erklärte, die Republikaner hätten die langen Schlangen selbst geschaffen, indem sie die Zahl der Wahllokale reduziert hätten, «überproportional in schwarzen Vierteln». Mit Blick auf die rassistischen Jim-Crow-Gesetze, mit denen Schwarze in den USA bis in die 1960er Jahre unterdrückt wurden, sagte Biden: «Das ist Jim Crow im 21. Jahrhundert.»

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