Die US-Regierung ist besorgt über «ungewöhnliche russische Militärmanöver» unweit der Ukraine. «Wir sind immer sehr besorgt, wenn wir ungewöhnliche russische militärische Aktivitäten in der Nähe der Ukraine beobachten. Ich kann nicht sagen, welche Absichten Russland hier verfolgt», sagte die für Europa zuständige Top-Diplomatin Karen Donfried am Freitag in einer Telefonschalte mit Journalistinnen und Journalisten. Man beobachte die Situation in der Region sehr genau.
Soldat feuert Artillerie-Geschütz in Berg-Karabach
Soldat feuert Artillerie-Geschütz in Berg-Karabach - Armenian Defence Ministry/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Aussenminister Antony Blinken werde in der kommenden Woche am Treffen der Nato-Aussenminister in Riga teilnehmen.

«Ich gehe davon aus, dass die Minister die wichtigen Chancen und Herausforderungen, vor denen das Bündnis steht, erörtern werden - insbesondere die grossen und ungewöhnlichen Truppenbewegungen Russlands in der Nähe der Ukraine», sagte Donfried. Blinken werden ausserdem beim Ministerrat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Stockholm dabei sein.

Zu Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach Russland einen Staatsstreich in seinem Land plane, sagte Donfried: «Ich kann Ihnen versichern, dass wir die Erklärungen (...) sehr wohl zur Kenntnis genommen haben.» Die US-Regierung stehe in Kontakt mit der ukrainischen Regierung, um die Angelegenheit weiter zu erörtern. «Wir arbeiten daran, zusätzliche Informationen zu erhalten.» Selenskyj hatte am Freitag vor der Presse in Kiew gesagt: «Ich habe die Information erhalten, dass am 1. Dezember in unserem Land ein Staatsstreich stattfinden wird.»

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