Stadt Zürich

Zürcher Studenten verraten ihren Lohn: Cédric zahlt Miete mit Tennis

Studieren in Zürich frisst sich ins Portemonnaie. Jetzt erklären Studis, wie sie sich das Leben leisten – und warum sie auf ihre Eltern angewiesen sind.

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Nau.ch hat bei Studierenden in Zürich nachgefragt, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. - Nau.ch / Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • In Zürich, der teuersten Stadt der Welt, ist ein Studium mit hohen Kosten verbunden.
  • Nau.ch hat sich bei den Studis umgehört – und nachgefragt, wie sie sich das leisten.
  • Klar ist: Die finanzielle Unterstützung durch die Eltern ist für viele notwendig.

Semestergebühren, Miete, Verpflegung und Lernmaterial: Studieren in Zürich wird immer teurer. Für viele junge Menschen ist das Studentenleben heute auch eine finanzielle Herausforderung.

Neue Daten des Bundesamt für Statistik (BFS) unter rund 7900 Zürcher Studierenden zeigen: Die meisten finanzieren sich durch Nebenjobs, sieben von zehn arbeiten neben dem Studium. Viele sind auf die Unterstützung der Eltern angewiesen.

Nau.ch hat bei Studierenden in Zürich nachgefragt, wie sie ihren Lebensunterhalt finanzieren – und wie gut sie damit zurechtkommen.

Nebenjob «ganz selbstverständlich»

Für die 22-jährige Michelle, Studentin an der Universität Zürich (UZH), gehört ein Nebenjob «ganz selbstverständlich» dazu. Sie arbeitet mit einem Pensum von 20 bis 30 Prozent in einer Consulting-Firma und im Kino.

Eigentlich müsste sie das nicht, sagt sie. Doch sie habe bereits mit 16 Jahren begonnen zu arbeiten. «Für mich war es deshalb klar, auch während des Studiums zu jobben.»

Bei der 21-jährigen Amelia sieht das anders aus. Sie wohnt noch bei ihren Eltern im günstigen Thurgau, pendelt täglich zwei Stunden. «Wir sind finanziell ziemlich sicher», erzählt sie. Arbeiten müsse sie neben dem Vollzeitstudium deshalb nicht.

Ohne Eltern geht es oft nicht

Die 21-jährige Noelia hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Als Tanzlehrerin verdient sie 50 Franken pro Stunde, zusätzlich gibt sie Nachhilfe für 30 Franken.

Reicht das zum Leben? «Nein, nein. Ich brauche schon noch Unterstützung von den Eltern», sagt sie lachend. «Alleine würde das sicher nicht funktionieren.»

Auch der 25-jährige Jannick wird von seinen Eltern unterstützt. Zudem greift er auf ein finanzielles Polster zurück, das er sich während seiner KV-Ausbildung aufgebaut hat. Diese hat er bereits vor dem Studium absolviert.

Hast du ein Studium?

Cédric (31) arbeitete während seines Studiums mit einem Pensum von zehn Prozent. Er hat – ähnlich wie Noelia – sein Hobby zum Nebenjob gemacht.

«Ich hatte eigentlich einen guten Stundenlohn von 60 bis 80 Franken.» So konnte er an einem Nachmittag genug für die Miete verdienen. «Und auch noch für etwas Zusätzliches.»

Ist Zürich ein teures Pflaster?

Die Stadt Zürich geniesst ohnehin den Ruf, teuer zu sein. Merken das die Studierenden?

Die Antworten fallen einheitlich aus: Ja, Das Leben und Studieren in der Stadt ist teuer. Und man muss arbeiten, um sich hier das Studentenleben zu finanzieren. Vor allem die Mieten und die allgemeinen Lebenskosten belasten das Budget.

Amelia formuliert es so: «Es hängt davon ab, wie viel Unterstützung man von den Eltern noch erhält. Oder davon, wie fest man abhängig von den Eltern sein will.»

Und Cédric weiss: Ohne «Jöbli» ist es kaum möglich, Miete, Krankenkassenprämien und weitere Fixkosten zu bezahlen.

Kommentare

Huldrych Ammann

Der Anti-Schwurbler ist der König des Schwurbelns. Bloss hat er es noch nicht gemerkt. 😅

User #3680 (nicht angemeldet)

Zürich ist mir mittlerweile nur noch zu stressig, Infrastruktur-Kollaps, zu viel Lärm, Hektik, Kriminalität etc.

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