Hacker

    US-Börsenaufsicht klagt gegen Software-Firma nach Hacker-Angriff

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Nach dem schwerwiegenden Hacker-Angriff auf Regierungsbehörden in den USA schreitet die Börsenaufsicht ein. Sie klagt gegen die Firma SolarWinds.

    SolarWinds
    Mehrere US-Ministerien wurden Opfer des Cyber-Angriffs. - keystone

    Einer der schwerwiegendsten Hacker-Angriffe auf US-Regierungsbehörden bekommt ein ungewöhnliches juristisches Nachspiel. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC betritt Neuland und wirft der Firma SolarWinds vor, sie habe Aktionäre dadurch in die Irre geführt, dass sie Cybersicherheits-Risiken in ihren Systemen verschwiegen habe. Solarwinds wies die Vorwürfe zurück.

    Bei der Ende 2020 bekanntgewordenen Attacke gelangten die Hacker in Systeme mehrerer US-Regierungsbehörden. Den Zugang zu den Netzen verschafften sie sich über Computer-Wartungssoftware von SolarWinds, die vielerorts eingesetzt wurde. Der Cyber-Einbruch blieb über ein Jahr unentdeckt.

    Russische Hacker hinter Attacke

    Nach Einschätzung von US-Sicherheitsbehörden steckten russische Hacker hinter der Attacke, die Regierung in Moskau wies den Vorwurf zurück.

    Die Börsenaufsicht argumentierte nun in der mehr als 60 Seiten langen Klageschrift, SolarWinds habe Warnsignale ignoriert und Anlegern ein falsches Bild von der Sicherheit der Systeme gezeichnet. Die Firma war im Oktober 2018 an die Börse gegangen.

    Die Klage der SEC basiert zu grossen Teilen auf einem Kontrast zwischen den öffentlichen Äusserungen von SolarWinds – und den Informationen, die der Firma vorlagen, sowie Einschätzungen von Beschäftigten. Die Behörde verwies dabei häufig auf interne Präsentationen und E-Mails von Mitarbeitern. Die Börsenaufsicht bekommt bei Ermittlungen Zugang dazu. Hat die SEC mit ihrem Vorgehen Erfolg, könnte dies Unternehmen unter Druck bringen, Investoren mehr über Cybersicherheits-Risiken zu informieren.

    Anwalt kontert

    Ein Anwalt von SolarWinds konterte, die SEC überschreite mit dem Vorgehen ihre Befugnisse. Die Behörde wolle sich zur «Cybersicherheits-Polizei für an der Börse notierte Unternehmen» ernennen, kritisierte er unter anderem im «Wall Street Journal».

    Der Klage zufolge gelangten die Angreifer spätestens im Januar 2019 in Systeme von SolarWinds. Mit ihrem Zugang hätten sie Schadcode in drei Software-Produkte eingebaut, die an mehr als 18'000 Kunden der Firma rund um die Welt ausgeliefert worden seien. Aufgedeckt wurde die Attacke von der IT-Sicherheitsfirma FireEye, die selbst Ziel der Hacker geworden war.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Air-Europa
    2 Interaktionen
    Air Europa
    Liestal
    darknet motel one
    2 Interaktionen
    Hackerangriff
    Leapmotor B03X
    127 Interaktionen
    Nur 23’900 Franken

    MEHR IN NEWS

    Meistersrüte AI
    Meistersrüte AI
    Schübelbach SZ
    Schübelbach SZ
    KI-Avatar
    1 Interaktionen
    Reinhören!

    MEHR HACKER

    Hacker
    16 Interaktionen
    Nach Hacker-Angriff
    2 Interaktionen
    Zürich
    ukraine Krieg
    4 Interaktionen
    Neue Drohung
    Supermarkt
    54 Interaktionen
    Auftaumodus

    MEHR AUS USA

    Eric Dane
    Drogensucht
    niederlage
    US-Zwischenwahlen
    Abdul El-Sayed in Michigan.
    1'461 Interaktionen
    US-Midterms
    Donald Trump
    91 Interaktionen
    «Frust & Zorn»