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    Unilever stoppt Werbung bei Facebook und Twitter

    Keystone-SDA
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    USA,

    Aufgrund des umstrittenen Umgangs mit rassistischen, hetzerischen und manipulativen Inhalten von Facebook und Twitter, stoppt Unilever die Werbeschaltung.

    Unilever Facebook Twitter
    Unilever stoppt die Werbeschaltung bei Facebook und Twitter. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Facebook steht wegen des laschen Umgangs mit manipulativen Inhalten in der Kritik.
    • Unilever wird deshalb bis zum Jahresende keine US-Werbung mehr bei Facebook schalten.
    • Der Boykott gegen die Plattform wird damit immer grösser.

    Facebook gerät wegen seines umstrittenen Umgangs mit rassistischen, hetzerischen und manipulativen Inhalten immer stärker unter Druck. Unilever gab am Freitag bekannt, bis zum Jahresende keine US-Werbung mehr bei dem Online-Netzwerk und seiner Tochter Instagram zu schalten. Damit erhält ein in der Vorwoche gestarteter Anzeigen-Boykott gegen die Plattform bedeutenden Zulauf. Unilever nimmt auch Twitter in die Pflicht - hier soll es vorerst ebenfalls keine Werbung mehr geben.

    Der niederländisch-britische Konzern begründete seine Entscheidung mit der Verantwortung der Unternehmen im Umgang mit kontroversen Beiträgen im Netz.

    Unilever Aktie
    Das Logo von Unilever am Hauptsitz in London. - dpa

    Facebook und Twitter müssten mehr tun, besonders bei Hasskommentaren und spalterischen Beiträgen während des US-Wahlkampfes. Sein US-Werbebudget will Unilever indes nicht kürzen, die geplanten Ausgaben sollen nun auf andere Unternehmen verteilt werden. Facebook und Twitter äusserten sich zunächst nicht.

    Boykott gegen Facebook

    US-Bürgerrechtsorganisationen hatten Firmen in der vergangenen Woche zu dem Boykott gegen Facebook aufgerufen. So soll der Konzern an einer empfindlichen Stelle getroffen werden - Facebook macht fast seinen ganzen Umsatz mit Werbeerlösen. Die US-Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt hat die Kritik an Facebook wieder stark aufflammen lassen.

    Dazu trug auch Konzernchef Mark Zuckerberg wesentlich bei, der sich weigerte, gegen umstrittene Aussagen von US-Präsident Donald Trump einzuschreiten. Dafür gab es sogar Kritik von eigenen Mitarbeitern.

    Zuvor hatten sich bereits etliche andere Unternehmen der Initiative #StopHateForProfit angeschlossen. Unilever - dessen Eiscreme-Marke Ben & Jerry's ebenfalls schon mit dabei war - geht nun aber noch einen Schritt weiter. Denn eigentlich ging es bei der Aktion zunächst nur um einen Werbe-Boykott im Juli. An der Börse gerieten Facebook und Twitter nach der Mitteilung des Konsumgüterkonzerns stark unter Druck.

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