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    Türkische Lira fällt auf Rekordtief gegenüber US-Dollar

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    USA,

    Die Türkei wurde von der Corona-Krise hart getroffen und leidet unter einer schweren Rezession. Seit Monaten steht die türkische Währung unter Druck.

    Das Rekordtief wurde erreicht, nachdem Staatspräsident Erdogan eine Zinssenkung durch die Zentralbank des Landes gefordert hatte. Foto: --/Turkish Presidency/AP/dpa
    Das Rekordtief wurde erreicht, nachdem Staatspräsident Erdogan eine Zinssenkung durch die Zentralbank des Landes gefordert hatte. Foto: --/Turkish Presidency/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die türkische Lira ist nach Aussagen des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf ein Rekordtief gefallen.

    In der Nacht zum Mittwoch wurden für einen Dollar zeitweise bis zu 8,80 Lira gezahlt und für einen Euro 10,75 Lira und damit jeweils so viel wie noch nie.

    Seit Monaten steht die türkische Währung unter Druck. Das Rekordtief wurde erreicht, nachdem Präsident Erdogan eine Zinssenkung durch die Zentralbank des Landes gefordert hatte.

    Am späten Dienstagabend hatte Erdogan in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender TRT verkündet, dass er mit dem Notenbankchef gesprochen habe und dass eine Zinssenkung «eine Notwendigkeit» sei. Als möglichen Zeitpunkt nannte Erdogan die Sommermonate Juli und August.

    Zuvor hatte Erdogan bereits mehrfach die Ansicht vertreten, dass man die hohe Inflation im Land mit sinkenden Zinsen bekämpfen solle. Dies widerspricht ökonomischen Grundsätzen. Darüber hinaus hatte der Präsident die Führung der Notenbank ausgewechselt und damit das Vertrauen der Finanzmärkte in die Geldpolitik des Landes nachhaltig erschüttert sowie die Hoffnung auf eine konsequente Inflationsbekämpfung zerschlagen.

    Die Türkei befindet sich mittlerweile in einer gefährlichen Spirale aus einer vergleichsweise hohen Inflation und einer Währung, die immer stärker abwertet. Im April war die Inflationsrate auf rund 17 Prozent gestiegen.

    «Wir sind wieder einmal ein bisschen überrascht, wie offen und deutlich Erdogan seinem Zentralbankchef die Pistole auf die Brust setzt», kommentierte Devisenexpertin Esther Reichelt von der Commerzbank die jüngsten Ereignisse. «Das bestätigt uns in unserem Glauben, dass Erdogan tatsächlich glaubt, mit niedrigeren Zinsen die wirtschaftlichen Probleme der Türkei lösen zu können - auch wenn er damit sehenden Auges in eine neue Lira-Krise läuft.»

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