Gericht

    Rückschlag für Meta vor Gericht wegen Cambridge Analytica

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Der Datenschutz-Skandal um Cambridge Analytica hat dem Facebook-Konzern Meta eine frische Niederlage vor Gericht eingebracht. Geschworene im US-Bundesstaat New Mexico entschieden, dass Nutzer mit Blick auf Datenschutz und Redefreiheit in die Irre geführt wurden.

    Meta
    Die Facebook-Mutter Meta. - keystone

    Der zuständige Richter soll nun die Höhe der Strafe festlegen – und es könnte ein erheblicher Betrag werden. Pro Verstoss droht eine Strafe von bis zu 5000 US-Dollar. Die Geschworenen fanden den Konzern bei den meisten der insgesamt gestellten 34 Fragen haftbar – und zwar mit jeweils 1,3 bis 2,1 Millionen Verstössen angesichts der Zahl betroffener Nutzer, wie der Finanzdienst Bloomberg aus dem Gerichtssaal berichtete.

    Der Jahre zurückliegende Skandal um Cambridge Analytica hatte 2018 das Vertrauen der Öffentlichkeit zum Facebook-Konzerns nachhaltig beschädigt. Dabei ging es darum, dass Informationen aus einer harmlos erscheinenden Umfrage eines Datenforschers zur Erstellung von Nutzerprofilen genutzt und mit der Analysefirma Cambridge Analytica geteilt wurden. Auch das Team des damaligen Kandidaten Donald Trump griff darauf vor der US-Präsidentenwahl 2016 zurück. Insgesamt waren rund 87 Millionen Nutzer-Accounts betroffen. Der Konzern zahlte unter anderem rund sechs Milliarden Dollar an die US-Regierung, um Ermittlungen dazu beizulegen.

    Im Nachgang des Skandals zog New Mexico dann 2021 vor Gericht mit Vorwürfen, bei denen es zusätzlich um die Meinungsfreiheit auf der Plattform ging. Auslöser waren Enthüllungen im Zuge der Aufarbeitung des Falls. Unter anderem hiess es dabei in einem Whistleblower-Bericht, dass einige prominente Accounts von Regeln zu auf der Plattform erlaubten Inhalten heimlich ausgenommen worden seien.

    Meta betonte in einer Reaktion, man sei mit der Entscheidung der Geschworenen nicht einverstanden und werde sich weiter gegen die Vorwürfe verteidigen. Das Unternehmen habe nach der US-Verfassung das Recht, die Plattformen so zu betreiben, wie man es im Interesse der Nutzer für richtig halte. Das bedeute, der Meinungsfreiheit eine Priorität einzuräumen, Informationen der Nutzer zu schützen und ihnen die Kontrolle über ihre Daten zu geben, hiess es.

    Kommentare

    Weiterlesen

    KI
    27 Interaktionen
    Wegen KI
    Christian Bartholet
    2 Interaktionen
    KI im Arbeitsmarkt

    MEHR IN NEWS

    Kradolf TG
    Kradolf TG
    Hatsch
    Yakin über FC Thun
    albanien Tiktok
    1 Interaktionen
    Limit

    MEHR GERICHT

    1 Interaktionen
    Santa Fe
    2 Interaktionen
    Zu schnell gefahren
    Novartis
    1 Interaktionen
    Entresto-Generika
    kopftuch
    1 Interaktionen
    Teheran

    MEHR AUS USA

    4 Interaktionen
    Washington
    Eine Landkarte zeigt Saudi-Arabien.
    1 Interaktionen
    New York
    cnn
    9 Interaktionen
    Streit geht weiter
    9 Interaktionen
    New York