Lira

    Türkei: Lira-Kurs bricht nach Verhaftung des Oppositionsführers ein

    Maike Lindberg
    Maike Lindberg

    Türkei,

    Die Währung der Türkei verliert drastisch an Wert. Experten sehen einen Zusammenhang mit der überraschenden Festnahme des Oppositionspolitikers.

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    Die politischen Unruhen in der Türkei wirken sich auch auf den Lira-Kurs aus. - keystone

    In der Türkei gerät die Landeswährung Lira erneut unter Druck. Seit der Verhaftung des Oppositionsführers am vergangenen Wochenende hat die Lira gegenüber dem Euro stark an Wert verloren, so «ARD».

    Wie «Wise» berichtet, fiel der Kurs innerhalb einer Woche um 0,527 Prozent. Am Devisenmarkt machte sich die politische Unsicherheit unmittelbar bemerkbar.

    Laut «Statista» erhielt man im Februar für einen Euro durchschnittlich 37,69 Lira. Aktuell liegt der Kurs deutlich höher bei rund 40,51 Lira pro Euro (42,15 Lira pro Franken).

    Zentralbank in der Türkei unter Zugzwang

    Die türkische Zentralbank steht nun vor grossen Herausforderungen. Erst kürzlich hatte sie den Leitzins auf 45 Prozent angehoben, um die hohe Inflation zu bekämpfen.

    Wie «mehrwertsteuerrechner.de» berichtet, plante die Notenbank eigentlich eine schrittweise Senkung des Zinssatzes im Laufe des Jahres. Ökonomen bezweifeln nun, dass dieser Kurs beibehalten werden kann.

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    Präsident Erdoğan hatte zuletzt einen politischen Kontrahenten verhaften lassen. - keystone

    Die politischen Spannungen dürften die Inflation weiter anheizen und den Druck auf die Währung erhöhen. Experten rechnen mit weiteren Zinserhöhungen, um den Lira-Verfall zu stoppen.

    Wirtschaftliche Folgen befürchtet

    Die jüngsten Entwicklungen wecken Sorgen um die wirtschaftliche Stabilität des Landes. Laut «Mitrade» wurde für die Türkei eigentlich ein Wirtschaftswachstum zwischen 2,7 und 3,5 Prozent erwartet.

    Diese Prognose könnte nun Makulatur sein. Besonders besorgniserregend ist die hohe Arbeitslosigkeit.

    Denkst du, Präsident Erdoğan sind alle Mittel recht, um seine politischen Gegner auszuschalten?

    Analysten gehen davon aus, dass die Quote bis Ende des Jahres auf 9,88 Prozent steigen könnte. Die schwache Lira verteuert zudem Importe und heizt die Inflation weiter an.

    Ausblick bleibt ungewiss

    Die weitere Entwicklung hängt stark vom politischen Kurs der Regierung ab. Beobachter sehen die Verhaftung des Oppositionsführers als Rückschritt für die Demokratie.

    Dies könnte auch ausländische Investoren abschrecken und den Druck auf die Lira weiter erhöhen. Für die kommenden Monate rechnen Experten mit anhaltenden Turbulenzen am Devisenmarkt.

    Ob die Zentralbank die Lage stabilisieren kann, bleibt abzuwarten. Viel wird davon abhängen, wie sich die politische Situation in den nächsten Wochen entwickelt.

    Kommentare

    Erdogan hat die Wirtschaft zu Boden "gewirtschaftet" und jetzt muss er aussenpolitisch Wellen schlagen, um von der Misère im Land abzulenken. Derweil verliert die Lira weiter an Wert was die Kreditwürdigkeit zerstört!

    User #5491 (nicht angemeldet)

    Da freuen sich die Hausbesitzer! Da können sie ihre Schulden 5 mal billiger abbezahlen. Kamel.

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