Krieg

Trump weist Waffenmangel zurück und droht mit Gefängnis

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

Trump weist Meldungen über schwindende Waffenvorräte im Iran-Krieg zurück und droht Informanten mit langen Haftstrafen.

Donald Trump
Berichte über Waffenengpässe im Iran-Krieg empören Trump, der Informanten nun mit Gefängnisstrafen bedroht. - keystone

US-Präsident Donald Trump hat Berichte über angeblich sinkende Waffenbestände im US-Militär als Folge des Iran-Kriegs zurückgewiesen. Wie das «Handelsblatt» berichtet, drohte er auf seiner Plattform Truth Social Menschen, die solche Informationen weitergeben, mit langjährigen Haftstrafen.

Der Präsident versicherte, die USA verfügten über gewaltige Mengen an Munition bestimmter Art. Zudem werde derzeit in der US-Verteidigungsindustrie die grösste Anzahl an Produktionsstätten in der Geschichte des Landes hochgezogen.

Glaubst du, dass die USA tatsächlich unter ernsthaften Munitionsengpässen im Iran-Krieg leiden?

Berichte über sinkende Vorräte an Tomahawk-Raketen und Patriot-Abfangraketen hatten CNN und die «Washington Post» veröffentlicht. Die möglichen Engpässe könnten laut «Handelsblatt» den militärischen Handlungsspielraum der USA im Konflikt mit dem Iran einengen.

Streit in Camp David: Trump konfrontiert Hegseth

Laut «T-Online» soll Trump bei einem Treffen in Camp David von Verteidigungsminister Pete Hegseth Antworten zu extremen Munitionsengpässen verlangt haben. Er habe wissen wollen, warum er offenbar über den wahren Zustand der Waffenbestände getäuscht worden sei.

Hegseth soll daraufhin seinen Stellvertreter Stephen Feinberg verantwortlich gemacht haben, auch dafür, dass Trump nicht vollständig informiert worden sei. Pentagonsprecher Sean Parnell wies beide Darstellungen als «erfunden» zurück.

Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, bezeichnete Berichte über Konfrontationen zwischen Trump und Hegseth als «100 Prozent Fake News». Der Präsident habe das «äusserste Vertrauen» in den Verteidigungsminister, so das «Handelsblatt».

Dramatischer Rückgang der Raketenbestände

Laut CNN soll das US-Militär seit Kriegsbeginn fast vier Fünftel seiner THAAD-Raketen aufgebraucht haben. Auch rund die Hälfte der Patriot-Abfangraketen sei eingesetzt worden, wie das «Handelsblatt» berichtet.

Pete Hegseth donald trump
Trump streitet Munitionsengpässe im Iran-Krieg ab und droht – gleichzeitig soll er Verteidigungsminister Hegseth zur Rede gestellt haben - keystone

Die Denkfabrik Center for Strategic & International Studies schätzt, dass den USA noch knapp 830 Patriot-Raketen zur Verfügung stünden. Vor dem Krieg seien es rund 2300 gewesen.

Seit Kriegsbeginn Ende Februar sind laut «ZDFheute» insgesamt 17 US-Militärangehörige getötet worden. Trump hatte wegen getöteter Soldaten zuletzt weitere Vergeltungsangriffe auf den Iran angeordnet.

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Kommentare

User #2276 (nicht verifiziert)

Geheimdienste, Gerichte, Armeeführung und Wahlbehörden werden von Trump immer dann als politisch motiviert oder korrupt dargestellt, wenn ihre Fakten der eigenen Erzählung widersprechen.

User #1168 (nicht angemeldet)

Wenn es nicht so wäre, könnte er das Thema ja viel ruhiger angehen. Seine Reaktion beweist wohl dass es eine Tatsache ist und sie mit der Produktion nicht mithalten können. Zusätzlich verursacht es natürlich auch noch sehr hohe Kosten. Er ist zum Scheitern verurteilt.

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