Krieg

Laufen den USA im Iran-Krieg die Raketen aus?

Esada Kunic
Esada Kunic

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Die USA sollen im Iran-Krieg nahezu alle Präzisionsraketen verbraucht haben. Das Pentagon streitet die Berichte energisch ab.

Donald Trump USA
Medienberichte über knapper werdende Munition der USA im Iran-Krieg sorgen für politischen Druck – Trump widerspricht deutlich. - keystone

Die Raketenbestände der USA schrumpfen im Iran-Krieg offenbar dramatisch. Wie die «Tagesschau» berichtet, sollen nahezu alle hochpräzisen Langstreckenraketen der Typen ATACMS und PrSM eingesetzt worden sein.

Das geht aus Angaben von internen Quellen hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Demnach haben die USA auch rund die Hälfte ihres weltweiten «Tomahawk»-Bestands seit Kriegsbeginn verschossen.

Glaubst du, dass die USA genug Raketen haben, um eine weitere Eskalation mit Iran militärisch durchzuhalten?

Die US-Denkfabrik CSIS hat zudem Schätzungen zu den Abwehrraketen veröffentlicht. Laut der «Tagesschau» sollen von ursprünglich rund 2300 «Patriot»-Raketen noch weniger als 830 verfügbar sein.

Teure Abwehr, knappe Vorräte

Auch bei den THAAD-Abfangraketen ist der Schwund erheblich: Der Bestand sei von ehemals 452 auf unter 278 Einheiten gefallen, berichtet die «Tagesschau». Das CSIS hatte damit eine frühere Analyse über die Folgen des Iran-Kriegs vertieft.

Laut dem «SRF»-Diplomatie-Korrespondenten Fredy Gsteiger lag allein am ersten Kriegstag der Verbrauch bei rund 800 Raketen. Das entspreche fast einer ganzen Jahresproduktion der USA.

Die Knappheit verändert bereits militärische Entscheidungen vor Ort, wie «T-Online» berichtet. US-Kommandeure verzichten inzwischen darauf, iranische Geschosse abzufangen, die auf unbewohnte Zonen von Stützpunkten zufliegen – aus Angst, Abfangraketen zu verschwenden.

Warnung aus dem Generalstab

Generalstabschef Dan Caine soll hinter verschlossenen Türen gewarnt haben, eine Wiederaufnahme Kampfhandlungen würde die Abfangraketen des Central Command gefährlich verknappen. Diese Einschätzung soll laut «T-Online» Trumps Entscheid beeinflusst haben, eine zuvor genehmigte Eskalation zurückzuhalten.

CSIS-Experte Tom Karako betont laut «SRF», die USA hätten grundsätzlich noch genug Vorräte, um den Krieg gegen Iran weiterzuführen. Er stellt aber die Frage, ob die Arsenale bei einem gleichzeitigen zweiten Konflikt – etwa in Ostasien – ausreichend wären.

Für das Auffüllen der Bestände brauche es Zeit. Laut der «Tagesschau» erhalten die USA derzeit monatlich nur rund 15 neue «Tomahawks» und 20 neue «Patriot»-Raketen.

USA: Energisches Dementi aus Washington

Die US-Regierung widerspricht den Berichten vehement, wie die «Tagesschau» berichtet.

Donald Trump usa
Die USA sollen im Iran-Krieg nahezu alle Präzisionsraketen verbraucht haben. - keystone

Verteidigungsminister Pete Hegseth griff den Sender CNN auf X scharf an. Er bezeichnete die Berichterstattung über den Raketenmangel als «hassenswerte Fake-News».

Pentagon-Sprecher Sean Parnell bekräftigte laut «T-Online», die Streitkräfte seien «das mächtigste Militär der Welt». Und das US-Militär habe alles, was es brauche, um die Befehle des Präsidenten auszuführen.

Kommentare

User #8847 (nicht angemeldet)

Andreas Glarner, SVP, im November 2024: «Die Freude ist wirklich sehr gross, denn Frau Harris hätte es nicht gekonnt. Trump wird für Prosperität und für Frieden in Europa sorgen. Begreift endlich, dass eure Zeit vorbei ist! Die Zeit von Verboten, von Sozialismus, von Woke-Wahn ist jetzt vorbei.»

User #6130 (nicht angemeldet)

"Trump hat die USA wieder zu einer souveränen Nation gemacht. Das ist wichtig für die Weltordnung." - Hans-Ueli Vogt, SVP

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