Krieg

Russland und sein «heiliger Krieg» – Nordkorea liefert Truppen

Esada Kunic
Esada Kunic

Russland,

Russland soll laut Kiew weitere 30'000 nordkoreanische Soldaten anfordern. Kim Jong-un nennt den Einsatz einen «gerechten und heiligen Kampf».

Wladimir Putin russland
Russland soll weitere 30'000 Soldaten aus Nordkorea ordern. Das Bündnis bedrohe ganz Asien. - keystone

Nordkorea soll nach ukrainischen Angaben weitere 30'000 Soldaten an Russland schicken.

Wie die «Berliner Zeitung» berichtet, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj dies auf dem Onlinedienst X.

Siehst du im Militärbündnis zwischen Russland und Nordkorea eine Bedrohung für die globale Sicherheit?

Selenskyj zufolge laufen seit Juni in der russischen Region Woronesch Vorbereitungen für die Aufnahme dieser Truppen. Zusätzlich bereite Nordkorea die Lieferung weiterer Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen vor.

Unterstützung für Russland «unerschütterlich»

«Russland hilft Nordkorea dabei, das Führen von Krieg zu erlernen, seine Waffen zu verbessern und echte Kampferfahrung zu sammeln.»

Dies sei «eine Bedrohung für alle Menschen in Asien, die sich in Reichweite nordkoreanischer Raketen befinden», schrieb Selenskyj.

Die nordkoreanische Aussenministerin Choe Son-hui besuchte laut «Berliner Zeitung» kurz zuvor Moskau und traf dort Putin sowie Aussenminister Lawrow. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA sei die Unterstützung Pjöngjangs für Moskau «unerschütterlich».

Ein Pakt mit weitreichenden Folgen

Putin und Kim Jong-un hatten im Juni 2024 einen gegenseitigen Verteidigungspakt unterzeichnet. Dies berichtet die «Berliner Zeitung» unter Berufung auf die südkoreanische Agentur Yonhap.

Russland erhielt seither Tausende nordkoreanische Soldaten sowie umfangreiche Waffenlieferungen.

Im Gegenzug wird das weitgehend isolierte Nordkorea nach Analysten-Angaben mit Finanzhilfen, Militärtechnologie und Lebensmitteln versorgt, berichtet die «Epoch Times». Rund 2000 nordkoreanische Soldaten sollen laut südkoreanischen Angaben bislang bei den Kämpfen getötet worden sein.

Kim feiert die Gefallenen

Nordkorea eröffnete im April 2026 ein Museum für die in der Region Kursk gefallenen Soldaten, wie die «Berliner Zeitung» meldet. Kim Jong-un erklärte dabei, er sei zuversichtlich, dass Russland in diesem «gerechten und heiligen Kampf» siegen werde.

putin kim russland nordkorea
Nordkorea soll Russland erneut zehntausende Soldaten schicken. Kim Jong-un nennt den gemeinsamen Einsatz einen «heiligen Kampf». - keystone

Moskau revanchierte sich symbolisch: In einem von Staatsduma-Chef Wjatscheslaw Wolodin verlesenen Schreiben bezeichnete Putin das Museum als «Symbol der Freundschaft» zwischen beiden Ländern.

Vladimir Tikhonov, Koreanistik-Professor an der Universität Oslo, zweifelt laut der «Berliner Morgenpost» an der Glaubwürdigkeit der genannten Truppenzahl. Zudem betont er, Nordkorea sei sich bewusst, dass die von Russland eroberten Gebiete international nicht anerkannt werden.

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Kommentare

User #6531 (nicht angemeldet)

Die NATO sollte auch Soldaten schicken.

User #3338 (nicht angemeldet)

Dann verlass bitte so rasch als möglich den EU Raum und auch die Schweiz und geh nach Putinland.

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