Texas-Amokschütze lief «ungehindert in Schule» rein

    Matthias Neuhaus
    Matthias Neuhaus, Keystone-SDA

    USA,

    Nach dem Massaker an einer Primarschule in Texas wird die Kritik an der Polizei lauter. Der Täter verbrachte eine Stunde am Tatort, ohne kontrolliert zu werden.

    Texas Schue
    Die Untersuchungen an der Primarschule in Uvalde, Texas, laufen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Beim Amoklauf an einer Primarschule in Texas sind 21 Menschen ums Leben gekommen.
    • Die Polizei wird für ihr Vorgehen beim Tatort kritisiert.
    • Laut Behörden gelangte der Täter ungehindert in das Klassenzimmer.

    21 Menschen, darunter 19 Kinder, starben am Dienstag bei einem Amoklauf an einer Primarschule in Texas. Nun gerät die Polizei für ihr Vorgehen zunehmend unter Druck.

    Widersprüchliche Angaben

    Am Mittwoch teilten die Behörden mit, dass der Täter auf dem Weg zur Schule von einem Polizisten konfrontiert wurde. Aber: Neue Informationen vom Donnerstag widersprechen diesen Aussagen.

    «Er ist zunächst ungehindert hineingegangen», sagte Victor Escalon vom Ministerium für öffentliche Sicherheit in Texas bei einer Pressekonferenz. «Vom Haus der Grossmutter zur Schule und in die Schule hinein wurde er von niemandem konfrontiert.»

    Täter eine Stunde ungehindert in Klassenzimmer

    Der Amokschütze sei über einen Zaun zum Areal gelangt und habe das Gebäude über eine nicht abgeschlossene Türe betreten. Die ersten beiden Polizisten seien nach vier Minuten vor Ort gewesen. «Sie mussten sich allerdings in Deckung begeben, weil sie beschossen wurden», so Escalon.

    texas grundschule lehrer kinder
    In Uvalde erschoss ein 18-Jähriger mehrere Kinder in einer Grundschule. - keystone

    So konnte der Täter eine ganze Stunde unbehelligt im Klassenzimmer verbringen, wo er ein Blutbad anrichtete. Auf die Frage, warum die Polizei nicht direkt versucht habe, ins Gebäude einzudringen, sagte Escalon, es hätte an Spezialausrüstung gefehlt. Die Tür zum Klassenraum sei «verbarrikadiert» gewesen.

    Eltern kritisieren Polizei

    Man habe ausserdem versucht, mit dem Schützen zu verhandeln. In dieser Zeit sei «nicht viel geschossen worden». Nach einer Stunde war die Spezialeinheit vor Ort, die den Täter schliesslich erschoss.

    Texas
    Angehörige trauern in Uvalde nach dem Schulmassaker. - keystone

    Eltern der Opfer kritisieren das Vorgehen der Einsatzkräfte scharf. Sie werfen der Polizei vor, zu lange untätig gewesen zu sein. Diese gerät immer mehr unter Druck, sich zu rechtfertigen. Es sei eine «komplexe Situation» gewesen, sagte Escalon und bat um mehr Zeit, um die Ereignisse genauer zu analysieren.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    a
    27 Interaktionen
    Mit Gewalt
    Uvalde
    32 Interaktionen
    2 Tage danach
    asdf
    35 Interaktionen
    Nach Massaker

    MEHR IN NEWS

    coop
    Weil «günstig»
    Bolligen BE
    Bolligen BE

    MEHR AUS USA

    Taylor Swift
    1 Interaktionen
    MTV Video Music Award
    Farthing
    12 Interaktionen
    Jackpot
    Johann Wadephul
    27 Interaktionen
    New York
    Donald Trump
    8 Interaktionen
    Washington