In einem US-Nachtclub für Personen aus der LGBTQ+-Community zu einer Schiesserei. Nun hat sich der Generalstaatsanwalt des Bundesstaats Colorado dazu geäussert.
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Zwei Frauen bei einem Denkmal für die Opfer der Schiesserei im US-Nachtclub für Menschen aus der LGBTQ+-Community. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • In einem LGBTQ+-Club kam es am Wochenende zu einer Schiesserei.
  • Laut Generalstaatsanwalt Phil Weiser war das Motiv des Schützes Hass.
  • Die «Legitimierung des Hasses» gegenüber der LGBTQ+-Gemeinschaft müsse aufhören.

Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Colorado hält nach den tödlichen Schüssen LGBTQ+-Nachtclub ein anderes Motiv als Hass für schwer vorstellbar. «Ich denke, man kann anhand der Fakten sagen, dass es sehr schwer ist, sich eine Situation vorzustellen, in der das Motiv nicht aus Hass entstanden ist», sagte Phil Weiser am Montagmorgen (Ortszeit) dem Sender CNN. Bei der Attacke in Colorado Springs am Wochenende wurden 5 Menschen getötet und 25 weitere verletzt.

Der mutmassliche Schütze ist ersten Erkenntnissen nach von einem Gast überwältigt und zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden. Weiser betonte, dass die Ermittlungen weiterliefen und er keine Details nennen könne. Der Generalstaatsanwalt äusserte sich auf Nachfrage auch nicht dazu, ob der Angreifer mittlerweile mit der Polizei gesprochen habe. Polizeichef Adrian Vasquez hatte am Sonntag der «New York Times» gesagt, der Schütze habe bisher nicht mit der Polizei gesprochen.

Gast entreisst Schützen die Waffe

Laut der Polizei betrat der Mann den Club mit einem Sturmgewehr und einer Handfeuerwaffe und fing sofort an zu schiessen. Er habe dabei kein Wort gesagt. Ein Gast habe dem Mann eine Waffe entreissen und ihn damit niederschlagen können. Dies sagte der Bürgermeister von Colorado Springs, John Suthers, der «New York Times».

«Er hat Dutzende und Aberdutzende Leben gerettet», betonte einer der Club-Besitzer, Matthew Haynes, bei einer kurzfristig angesetzten Trauerveranstaltung. Der Angriff sei dadurch nach rund einer Minute vorbei gewesen, sagte Polizeichef Vasquez.

«Wir leben in einer Zeit des zunehmenden Hasses und der zunehmenden Dämonisierung», mahnte Generalstaatsanwalt Weiser. Die «Legitimierung des Hasses» gegenüber der LGBTQ+-Gemeinschaft müsse aufhören. Zu sagen, dass bestimmte Menschen keinen Platz in der Gesellschaft hätten, sei ein «gefährlicher Weg» und schaffe Voraussetzungen für Gewalt.

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