Gericht

    Schuldig wegen Lüge? Erstes «Verbrechen im Weltraum» vor Gericht

    Redaktion
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    USA,

    Dieser Fall machte vor sechs Jahren Schlagzeilen und sollte als erstes Verbrechen im All in die Geschichte eingehen. Dabei war alles eine Lüge.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Jahr 2019 sorgte ein «Verbrechen» aus dem Weltall für Aufregung.
    • Eine Amerikanerin behauptete, ihre Ex-Frau habe sich im All in ihr Konto gehackt.
    • Nun steht sie vor Gericht, weil sie log. Ihre Ex hatte das Passwort.

    Geld regiert die Welt. Aber auch den Weltraum? Fast sah es 2019 so aus, als sich eine Astronautin vom All aus in ein Bankkonto gehackt haben soll.

    Nun wird der kuriose Fall vor Gericht verhandelt: Die US-Staatsanwaltschaft vermeldet, dass die 50-jährige Summer Worden im Southern District des Bundesstaats Texas vor Gericht stehe.

    Grund: Es war alles eine Lüge. Wordens Behauptung im 2019: Ihre Ex-Ehefrau Anne McClain soll sich von der Internationalen Raumstation ISS aus illegal auf ihr Konto gehackt haben.

    Passwort nicht geändert

    Eine Astronautin hackt sich von ISS über einen Nasa-Computer in ein Bankkonto? Es gibt nichts, was es nicht gibt. Aber das hier scheint es für einmal tatsächlich nicht gegeben zu haben.

    Summer Worden hatte einfach vergessen, ihr Passwort zu ändern. Da sie ihrer Ex vier Jahre zuvor den Kontozugriff erteilte, konnte die Legale darauf zugreifen und sich umsehen.

    Hast du noch Zugriff auf ein Konto eines Ex-Partners?

    Die Astronautin startete also keinen Hacker-Angriff, sie genoss legalen Zugriff aufs Konto. Egal, ob sie das von Texas, von der Gemeinde Besenbüren im mittleren Bünztal oder vom Weltall aus machen wollte.

    Knast droht

    Summer Worden gab zu, die Polizei angelogen zu haben. Nun entscheidet ein Richter über ihr Schicksal.

    Es drohen der 50-Jährigen bis fünf Jahre Bundesgefängnis und eine Geldstrafe in Höhe von maximal 250’000 Dollar (200’000 Franken). Lügen lohnt sich nicht.

    Kommentare

    User #2345 (nicht angemeldet)

    Kontozugriff, also Vollmacht, bleibt bis auf Wiederruf gültig. Teiweise sogar über den Tod hinaus. Ob man diese nach z.B. einer Scheidung weiter nutzt, ist eher eine moralische und keine strafrechtliche Frage. Irreführung der Justiz ist dagegen umso relevanter und wird teilweise hart bestraft.

    User #3475 (nicht angemeldet)

    Die geilste Lüge ist die Raumfahrt selbst. Verbraten Milliarden für Inszenierungen. Irgendwohin geht ein grossert Teil von diesem Geld. Es wird wohl nie ein Mensch seinen Fuss auf den Mond, geschweige auf den Mars setzen. Falls doch, dann die Superreichen. Ist doch gut so, Einwegticket.

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