Der US-Bundesstaat Kalifornien hat wegen eines Öllecks vor der Küste von Los Angeles den Notstand ausgerufen. Eine Ölpipeline habe ein riesiges Leck.
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Huntington Beach ist besonders stark von der Katastrophe betroffen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Ölpipeline vor der Küste von Huntington Beach hat ein riesiges Leck.
  • Seit Samstag sind schätzungsweise 550'000 Liter Öl ins Meer geströmt.
  • Über 320 Helfer sind im Einsatz, um die Katastrophe in den Griff zu bekommen.

Wegen der Ölpest vor der Küste Südkaliforniens hat Gouverneur Gavin Newsom für den betroffenen Bezirk Orange County den Notstand erklärt.

«Der Bundesstaat ist dabei, alle verfügbaren Ressourcen zu mobilisieren, um die öffentliche Gesundheit und die Umwelt zu schützen.» Dies teilte der demokratische Politiker am späten Montagabend (Ortszeit) mit.

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Vielerorts ist das Baden verboten. - Keystone

Zugleich wies er die Behörden in dem US-Staat an, «sofortige und aggressive Massnahmen» im Kampf gegen den Ölteppich zu treffen. Dieser bedrohe die Natur im Meer und an Land. Die Erklärung des Notstandes ermöglicht es, mehr Personal und Mittel bereitzustellen.

550'000 Liter Öl ausgelaufen

Das Öl war aus einer am Wochenende leckgeschlagenen Pipeline vor der Küste Südkaliforniens ausgetreten. Besonders betroffen ist die beliebte Ortschaft Huntington Beach in Orange County. Wie die Stadt mitteilte, hat sich die geschätzte Menge ausgelaufenen Schweröls auf rund 550'000 Liter erhöht.

Insgesamt 14 Boote und rund 320 Helfer seien im Kampf gegen den Ölteppich im Einsatz. Nach Angaben der Küstenwache wird das Öl mit Hilfe von Schiffen eingegrenzt und von der Oberfläche abgeschöpft. Einsatzteams legten zudem Barrieren aus, um bedrohte Feuchtgebiete vor der Verseuchung zu schützen.

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Viele helfer sind im Einsatz.
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Einsatzkräfte reinigen den Strand bei Huntington Beach.
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Dicke Ölschichten verunreinigen das Wasser.

Die defekte Pipeline befindet sich mehrere Kilometer vor der Küste. Sie ist mit einer Förderplattform verbunden. Die Betreiber teilten mit, dass Tauchroboter das Rohr auf 2500 Meter Länge untersucht und dabei das mögliche Problem entdeckt hätten. Es sei möglich, dass die Pipeline vom Anker eines Schiffs getroffen wurde, sagte Firmenchef Martyn Willsher.

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