Hamas

    Hochrangiger Hamas-Vertreter zu Friedens-Plan: «Bereit, wenn...»

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    Keystone-SDA, Redaktion

    USA,

    Die Hamas erklärt sich bereit, Geiseln freizulassen und über den Friedensplan zu verhandeln. Donald Trump fordert Israel auf, die Gaza-Bombardierung zu stoppen.

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    US-Präsident Donald Trump hat einen ausführlichen Friedenspan für den Gazastreifen vorgesellt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Donald Trump fordert Israel auf, die Bombardierung des Gazastreifens zu stoppen.
    • Zuvor stimmte die Hamas seinem Friedensplan in Teilen zu.
    • Die Terrororganisation will Verhandlungen, Netanjahu schloss diese zuletzt aus.

    Nach Hamas' Reaktion auf Trumps Friedensplan forderte US-Präsident Trump Israel auf, die Bombardierung des Gazastreifens sofort zu beenden. Kurz zuvor hatte die Hamas Teile seines Plans – darunter grundsätzlich eine Freilassung aller Geiseln – akzeptiert.

    Zugleich aber hat sie weitere Verhandlungen gefordert. Die israelische Regierung äusserte sich zunächst nicht.

    «Israel muss sofort die Bombardierung von Gaza einstellen, damit wir die Geiseln sicher und schnell befreien können!», schrieb Trump am Freitagabend auf Truth Social. Derzeit sei das viel zu gefährlich. Man befände sich bereits in Gesprächen über die auszuarbeitenden Details.

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    Donald Trump fordert Israel dazu auf, die Bombardierung des Gazastreifens einzustellen. - keystone

    Der US-Präsident betonte zudem: «Aufgrund der soeben von der Hamas veröffentlichten Erklärung glaube ich, dass sie zu einem dauerhaften FRIEDEN bereit sind.»

    Wenige Stunden zuvor hatte Trump der Hamas eine letzte Frist bis Sonntag zur Zustimmung zum Friedensabkommen gesetzt und gedroht.

    Alle Entwicklungen im Ticker:

    15.45: Vor der erhofften Freilassung weiterer Geiseln aus der Gewalt der islamistischen Hamas hat sich Israels Geisel-Beauftragter Gal Hirsch bereits mit einem Repräsentanten des Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) getroffen.

    Hirsch schrieb auf der Plattform X, es handele sich um ein «Vorbereitungstreffen» mit Julien Lerisson, Chef der IKRK-Delegation in Israel und den Palästinensischen Gebieten.

    Bei früheren Freilassungen israelischer Geiseln während Waffenruhe-Phasen im Gaza-Krieg hatten IKRK-Vertreter eine wichtige Rolle bei der Übergabe gespielt.

    Hamas sei «bereit» den Krieg zu beenden, wenn...

    13.48: Am Montag finden in Ägypten Gespräche über ein Ende des Gaza-Krieges statt. Nun sagte ein hochrangiger Hamas-Vertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP, die Hamas sei «bereit» den Krieg zu beenden, insofern Israel «wirklich die Absicht hat, eine Einigung zu erzielen.»

    Man wolle «unverzüglich» mit dem Austausch der Geiseln gegen palästinensische Häftlinge beginnen, so der Hamas-Vertreter.

    12.35: Aussenminister mehrerer islamischer Staaten sehen im Plan von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Gaza-Kriegs eine «echte Chance», um eine nachhaltige Waffenruhe zu erreichen.

    In einer gemeinsamen Erklärung begrüssen die Aussenminister Ägyptens, Jordaniens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesiens, Pakistans, der Türkei, Saudi-Arabiens und Katars die Reaktion der palästinensischen Hamas auf Trumps Plan.

    Am Montag soll es in Ägypten Gespräche geben zu Trumps Friedensplan für Gaza. - keystone

    Sie begrüssten auch den Aufruf Trumps an Israel, die Bombardierungen im Gazastreifen einzustellen.

    Solche Entwicklungen stellten eine reale Möglichkeit dar, «eine umfassende und nachhaltige Waffenruhe zu erreichen und die kritische humanitäre Lage der Menschen im Gazastreifen zu verbessern», hiess es in der Erklärung.

    08.52: Vor Gesprächen über den Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump ist eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete von Israels Luftabwehr abgefangen worden.

    gaza
    Am Montag soll der Gaza-Friedensplan von Trump diskutiert werden. - keystone

    Die israelische Armee teilte mit, zuvor habe es in verschiedenen Regionen Israels Luftalarm gegeben. Darunter war nach Angaben des Zivilschutzes auch die Umgebung des internationalen Flughafens Ben Gurion bei Tel Aviv. Es gab keine Berichte über Verletzte oder Sachschäden.

    02.19: Eine Waffenruhe im Gaza-Krieg ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump sofort möglich, wenn auch die islamistische Hamas einer bestimmten Rückzugslinie für die israelische Armee in dem Küstenstreifen zustimmt. Israel habe diese Linie bereits gebilligt, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.

    «Sobald die Hamas zustimmt, tritt die Waffenruhe SOFORT in Kraft.» Es folge der Austausch der Geiseln und Gefangenen und man schaffe die Voraussetzungen für die nächste Phase des Rückzugs.

    Donald Trump Friedensplan
    Donald Trump hat diesen Post auf Truth Social veröffentlicht. Trump postete unter seinem Beitrag auch eine Grafik, die eine Verlaufslinie im Gazastreifen zeigt. - Screenshot

    Trump postete unter seinem Beitrag auch eine Grafik, die eine Verlaufslinie im Gazastreifen zeigt. In seinem vor fast einer Woche vorgestellten Friedensplan für ein Ende des Gaza-Kriegs war keine konkrete Rückzugslinie benannt worden.

    Stattdessen hiess es: Israelische Streitkräfte werden sich auf die vereinbarte Linie zurückziehen, um eine Geiselfreilassung vorzubereiten.

    Und: Während dieser Zeit werden alle militärischen Operationen, einschliesslich Luft- und Artilleriebeschuss, ausgesetzt, und die Frontverläufe bleiben eingefroren, bis die Bedingungen für den vollständigen, schrittweisen Rückzug erfüllt sind.

    Ägypten lädt Hamas und Israel zu Gesprächen für Montag ein

    21.02: Ägypten lädt Vertreter Israels und der Terrororganisation Hamas für diesen Montag zu Gesprächen über den Austausch der israelischen Geiseln im Gazastreifen mit palästinensischen Gefangenen im Zuge des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump ein. Das teilte das Aussenministerium in Kairo am Abend mit.

    Zuvor war in Berichten vom Beginn solcher Gespräche am Sonntag die Rede gewesen. Die – vermutlich indirekten – Gespräche seien «Teil der Bemühungen, auf dem regionalen und internationalen Momentum aufzubauen», das nach Trumps Vorstellung des Friedensplans entstanden sei, hiess es. Es sollten die Details eines Austauschs besprochen werden.

    Ein Ort des Treffens wurde nicht genannt. Zuvor war in Medienberichten die Stadt Al-Arisch auf der Sinai-Halbinsel in der Nähe des Gazastreifens genannt worden. Mehrere Fernsehsender berichteten nun, die Gespräche würden in dem Touristenort Scharm El-Scheich im Süden der Halbinsel abgehalten.

    Netanjahu zuversichtlich für baldige Freilassung der Geiseln

    20.52: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich hoffnungsvoll über die Möglichkeit einer baldigen Freilassung der restlichen Geiseln im Gazastreifen geäussert.

    «Wir befinden uns kurz vor einer grossen Errungenschaft», sagte Netanjahu in einer Videoansprache. Dies sei aber noch nicht absolut sicher. «Ich hoffe, dass wir euch mit Gottes Hilfe in den nächsten Tagen, noch während des Laubhüttenfests, über die Rückkehr aller unserer Geiseln informieren können.»

    Bisher habe Israel 207 der am 7. Oktober 2023 Entführten zurückbringen können. «Ich habe die restlichen Geiseln nie aufgegeben», sagte Netanjahu. Dies gelte auch für die übrigen Kriegsziele Israels.

    Die israelische Offensive in der Stadt Gaza habe die Bedingungen für die Freilassung der verbliebenen 48 Geiseln geschaffen. Von diesen Geiseln sind nach israelischen Informationen noch 20 am Leben.

    «Parallel dazu habe ich mit (US-Präsident Donald) Trump eine diplomatische Initiative abgestimmt», sagte Netanjahu. Diese habe die Situation um 180 Grad verändert. «Anstatt dass Israel isoliert wird, ist die Hamas isoliert.» Unter dem militärischen und diplomatischen Druck habe die Hamas dem Trump-Plan nun zugestimmt.

    So will Netanjahu vorgehen

    In einem ersten Schritt werde die islamistische Terrororganisation alle Geiseln übergeben. Gleichzeitig werde sich die israelische Armee neu positionieren, aber weiterhin strategisch wichtige Gebiete «tief im Gazastreifen» kontrollieren, sagte Netanjahu weiter.

    Er habe das israelische Verhandlungsteam angewiesen, nach Ägypten zu reisen, um letzte Details der Geiselübergabe zu klären. Israel und die USA seien entschlossen, die indirekten Verhandlungen mit der Hamas auf wenige Tage zu beschränken.

    Trump Netanjau
    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit US-Präsident Donald Trump. (Archivbild) - keystone

    In einem zweiten Schritt werde die Hamas dann entwaffnet und der Gazastreifen entmilitarisiert werden, kündigte der Regierungschef an. Dies könne entweder auf diplomatischem Weg – entsprechend dem Friedensplan von Trump – oder mit militärischen Mitteln geschehen. «Es wird auf dem leichten oder auf dem schweren Weg erzielt – aber es wird passieren.»

    Die Hamas hatte Trumps Plan in Teilen zugestimmt, die geforderte Niederlegung der Waffen aber nicht ausdrücklich akzeptiert.

    Hamas will Delegation zu Verhandlungen schicken

    18.15: Die islamistische Terrororganisation Hamas will nach Angaben aus Quellen in ihrem Umfeld schon am Abend eine Delegation in die ägyptische Hauptstadt Kairo zu Gesprächen über den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump schicken.

    18.13: US-Präsident Donald Trump hat der islamistischen Hamas nach ihrer Reaktion auf seinen Friedensplan zum Gaza-Krieg gedroht und schnelles Handeln verlangt. «Ich werde keine Verzögerung tolerieren», schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social – und auch kein Ergebnis, bei dem der Gazastreifen erneut eine Bedrohung darstelle. Die Hamas müsse schnell handeln. «Lasst uns das hinter uns bringen – SCHNELL.»

    Am Freitagabend hatte die Hamas Teile von Trumps Friedensplan – darunter grundsätzlich eine Freilassung aller Geiseln – akzeptiert, zugleich aber weitere Verhandlungen verlangt. Der US-Präsident forderte daraufhin von Israel einen sofortigen Stopp der Bombardierungen im Gazastreifen, um die Freilassung der Geiseln zu ermöglichen.

    Gaza-Krieg
    Der Gaza-Krieg führt zu einer Hungerkrise in Gaza. Besonders betroffen sind viele Kinder. - keystone

    Trump schrieb nun auf Truth Social, er wisse es zu schätzen, dass Israel die Bombardierung vorübergehend eingestellt habe. Nach Informationen aus dem abgeriegelten Küstengebiet griff Israel jedoch weiter an. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde starben dabei am Samstag mindestens 37 Menschen, davon 26 in der Stadt Gaza.

    Israels Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht dazu. Eine Militärsprecherin sagte, ein Stopp sei nicht offiziell von der Armee verkündet worden. Israelische Medien hatten berichtet, die Armee sei angewiesen worden, die Offensive zur Eroberung der Stadt Gaza einzustellen.

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