Millionen-Preise: Superreiche kaufen sich jetzt Dinos statt Gemälde
Bisher kauften Superreiche Gemälde von da Vinci bis Picasso. Jetzt boomen Dino-Skelette: Heute kommt in New York der Nanotyrannus «Jodi» unter den Hammer.

Das Wichtigste in Kürze
- Sotheby’s in New York versteigert heute das Saurier-Skelett «Jodi», einen Nanotyrannus.
- Der Schätzpreis für das Saurier-Skelett «Jodi»: sechs bis neun Millionen Dollar.
- Im Juli erzielte der Dino «Gus» mit 50 Millionen Dollar den Rekordpreis für Saurier.
Dino statt da Vinci: Was bisher Gemälde von da Vinci bis Picasso waren, sind nun auch Saurier-Skelette. Sie gelten laut «Bild» als neues Statussymbol der Superreichen.
Heute Abend um 21 Uhr versteigert das Auktionshaus Sotheby’s in New York das Skelett «Jodi». Es handelt sich um einen Nanotyrannus, einen kleineren Verwandten des T-Rex. Der Schätzpreis liegt zwischen sechs und neun Millionen Dollar, umgerechnet etwa 5 bis 7,4 Millionen Franken.
«Jodi» wurde 2019 im US-Bundesstaat Montana ausgegraben und ist 68 Millionen Jahre alt. Benannt ist sie nach ihrer Finderin Jodi Pierson. Zunächst galt sie als junger T-Rex. Der Händler David Aaron bot sie 2022 an der Kunstmesse «Frieze Masters» in London für 20 Millionen Dollar an.
Dann kamen Fossilienforscher zu einem anderen Urteil: «Jodi» ist ein Nanotyrannus. Damit sank der Marktwert deutlich. Für das Skelett spricht, dass der Schädel fast vollständig erhalten ist.

Rekord bei 50 Millionen
Im Juli erzielte das Skelett «Gus» mit 50 Millionen Dollar (rund 41 Millionen Franken) den Rekordpreis für einen Saurier. «Gus» war jedoch ein mächtigerer T-Rex.
Der Kunstmarkt-Experte Magnus Resch, der in New York lebt, erklärt die steigenden Preise gegenüber der «Bild» so: Es gebe weltweit deutlich mehr Milliardäre als vor zwanzig Jahren.

Bleibe das Angebot gleich, konkurrierten immer mehr extrem reiche Käufer um dieselben wenigen Spitzenobjekte. Das treibe die Preise in die Höhe. Auch Schauspieler Leonardo DiCaprio (51) soll zu den Sammlern zählen.
Den Auktions-Weltrekord hält übrigens weiterhin Leonardo da Vincis «Salvator Mundi» mit 450 Millionen Dollar. Diesen Rekord wird so schnell sicherlich kein Dino brechen.












