Nach Dinosaurierfund suchen Experten weiter

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Deutschland,

Nach dem landesweit ersten Nachweis eines Dinosauriers in der Südeifel sichten Experten das geborgene Material auf mögliche weitere interessante Funde. Bisher seien erst 20 Prozent des Gesteins untersucht worden.

Der erste Nachweis eines Dinosauriers in Rheinland-Pfalz sorgte im April für Aufsehen. Die Forscher bleiben dran. Noch ist viel Gestein auszuwerten. (Archivbild)
Der erste Nachweis eines Dinosauriers in Rheinland-Pfalz sorgte im April für Aufsehen. Die Forscher bleiben dran. Noch ist viel Gestein auszuwerten. (Archivbild) - Keystone/DPA/HARALD TITTEL

Das sagte Bruno Zwank, Geschäftsführer der Felsenland Südeifel Tourismus GmbH und Leiter des Dinosaurierparks Teufelsschlucht in Ernzen. Man hoffe, dass man weiteres Spannendes entdecke. «Und wir ahnen es auch sehr stark», sagte Zwank. Die Auswertung des rund 300 Kilogramm schweren Gesteinsmaterials voller Fossilien werde wohl noch mindestens ein Jahr dauern. Funde würden zunächst wissenschaftlich publiziert. «Das ist die Grundlage.»

Die Entdeckung der mehr als 200 Millionen Jahre alten Gesteinslage im Herbst 2024 nahe der Irreler Wasserfälle sei «ein Glücksfall» gewesen. Sie war nach einem Hangrutsch aufgrund von Starkregenereignissen am Steilufer der Prüm zum Vorschein gekommen.

In diesem «Bonebed», vollgepackt mit Knochen und Zähnen von ausgestorbenen Tieren, stiessen die Forscher auch auf die Fossilien des Eifel-Dinos: drei Zähne, zwei Fusskrallen und ein Zehenknochen.

Neben dem Raubsaurier konnten bereits weitere urtümliche Tiere nachgewiesen werden: darunter Panzerlurche, Gürteltier-ähnliche Reptilien, schlank beinige Krokodilverwandte, Gleitechsen und Flugsaurier.

Die Auswertung des Materials dauere, weil in der Mikropaläontologie immer kleine Mengen genau unter dem Stereomikroskop untersucht würden, sagte Zwank. Vorher werde das Material zerkleinert und gesiebt. Neben der Paläontologin Lea Numberger-Thuy vom Dinosaurierpark sei in die Arbeit ein Netzwerk an Paläontologen europaweit eingebunden.

Seit ein paar Jahren wird in dem Park Erdgeschichte aktiv erforscht. Es gibt eine Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, dem Naturhistorischen Museum Mainz und dem Nationalmuseum für Naturgeschichte Luxemburg, um Fossilien in der Südeifel systematisch zu untersuchen.

Gibt es weitere Orte, an denen die Experten forschen? Die aktuell untersuchte Gesteinsschicht sei damals komplett abgeräumt worden, sagte Zwank. Man sei aber permanent in der Beobachtung: «Sollte es erneut zu einem starken Niederschlagsereignis kommen, kann es durchaus sein, dass weitere Bereiche frei gespült werden und dabei Neues zum Vorschein kommt.»

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5576 (nicht angemeldet)

Würde man die ganze Erde umkrempeln, kämen noch ganz andere Sachen zu Vorschein. Was wird man einst finden, wenn die Schweiz ausgegraben wird? Verkehrstafeln und Schilder à mass.

Weiterlesen

Abstimmung
1'712 Interaktionen
SVP-Abfuhr fix
Nau.ch / Matthias Bärlocher
93 Interaktionen
Zivildienst-Ja

MEHR IN NEWS

Niederteufen Kollision
Niederteufen AR
mutterschaftsvertretung kanton solothurn
Solothurn
X
942 Interaktionen
Stadt-Land-Graben
Stadtpolizei Winterthur
Winterthur ZH

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Bill Kaulitz Tom Kaulitz Wetten dass
8 Interaktionen
«Ein Facelift»
-
7 Interaktionen
«Nichts verlernt»
-
37 Interaktionen
«Wo ist sie?»