Meta-Prozess endet mit Milliarden-Vergleich

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Der Meta-Prozess ist Geschichte: Der Konzern zahlt knapp 16,7 Milliarden Dollar an US-Bundesstaaten – und verpflichtet sich zu mehr Schutz für Minderjährige.

    meta prozess
    Vergleich im Meta-Prozess: Der Konzern zahlt fast 17 Milliarden, streitet die Schuld aber ab. (Symbolbild) - depositphotos

    Meta hat sich mit zahlreichen US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt, wie das «SRF» berichtet. Im Mittelpunkt des Meta-Prozess standen Vorwürfe, der Konzern habe seine Netzwerke absichtlich so gebaut, dass sie Minderjährige abhängig machen.

    Die vereinbarte Summe von knapp 16,7 Milliarden Dollar (13,4 Milliarden Franken) verteilt sich auf die grosse Mehrheit der Bundesstaaten. Ebenso mehrere US-Territorien sowie den Hauptstadtbezirk District of Columbia. Das Bundesgericht muss die Einigung noch genehmigen, schreibt «Horizont».

    Geht der Vergleich im Meta-Prozess weit genug, um Kinder und Jugendliche in sozialen Medien zu schützen?

    Neben dem Vorwurf der Abhängigkeit warfen die Bundesstaaten Meta vor, Nutzer über die Sicherheit seiner Plattformen getäuscht zu haben. Ausserdem habe der Konzern laut «SRF» persönliche Daten von Kindern gesammelt, um damit KI-Modelle zu trainieren.

    Klare Auflagen für den Meta-Prozess

    Meta verpflichtet sich im Rahmen des Vergleichs zu landesweiten Änderungen für jugendliche Nutzer, darunter standardmässige tägliche Zeitlimits und nächtliche Zugangssperren. Diese Einschränkungen sollen laut Gerichtsunterlagen nur durch ein Elternteil aufgehoben werden können, berichtet die «taz».

    Zudem muss Meta die Massnahmen zur Altersüberprüfung verbessern, um den Zugriff von Kindern auf altersbeschränkte Inhalte zu verhindern. Der Konzern wies ein Fehlverhalten zurück, stimmte dem Vergleich aber dennoch zu.

    Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Virginia, Jay Jones, bezeichnete die Einigung als «monumentalen Sieg für den Schutz der amerikanischen Kinder». Meta habe die Öffentlichkeit jahrelang absichtlich über schädliche Designmerkmale getäuscht, die die psychische Gesundheit junger Menschen beeinträchtigt hätten.

    Drohende Rekordstrafe überschattete den Meta-Prozess

    Laut «Horizont» hätte Meta vor Gericht angegeben, die geforderten Strafen könnten sich auf 1,4 Billionen Dollar (1,1 Billionen Franken) belaufen. Dies würde die Existenz des Unternehmens bedrohen.

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    Meta muss Milliarden zahlen und Kinder besser schützen. (Symbolbild) - keystone

    Beobachterinnen und Beobachter nennen laut der «taz» die Klagewelle gegen Social-Media-Konzerne einen «Big Tobacco Moment». Sie vergleichen den Kampf mit den 1990er-Jahren, als Gesellschaft und Gerichte die Gesundheitsgefahren von Tabak diskutierten.

    SRF-Digitalredaktor Guido Berger hält fest, dass die Einigung den Medienkonsum bei Jugendlichen reduzieren könnte. Ob die Apps dadurch weniger attraktiv würden, sei aber offen. Auf Europa habe die Einigung keinen direkten Einfluss, so das «SRF»: «Es könnte schon sein, dass sie einen Vorbildcharakter bekommt und in anderen Verfahren ähnlich geurteilt wird.»

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    Kommentare

    User #6010 (nicht angemeldet)

    Ja, aber WER bekommt am Ende all das Geld ? ? Es sollte für alle Länder gelten, weil Meta hat ja die jungen Menschen rund um die Welt ausgenutzt, nicht nur inside USA. Somit ist es kaum fair, dass das gesamte Geld in den USA bleibt und andere Länder leer ausgehen sollen.... oder ?

    User #2002 (nicht angemeldet)

    Schade, wäre schön gewesen wenn Zuckerwürfel hätte das Handtuch werfen müssen.

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